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SONDERAUKTION BEDEUTENDE IKONEN
AM 11. DEZEMBER 2009
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(12)   GOTTESMUTTER PANAGIA PORTATISSA UND CHRISTUS PANTOKRATOR
Paar massive und schwere Hartholz-Einzelbretter. Eitemperamalerei auf Kreidegrund.

Hintergrund vergoldet, Nimben partiell punziert. Kovtscheg.

(A) Gottesmutter Panagia Portatissa (Gottesmutter Allheilige Pförtnerin)

Die Ikone zeigt die Gottesmutter vor vergoldetem Hintergrund halbfigurig. Sie trägt ein

rotes Maphorion, welches mit den Jungfrauensternen zum Zeichen ihrer Reinheit geschmückt

ist. Die Borten und Ränder des Gewandes sind mit feinen Verzierungen versehen. Auf ihrem

linken Arm sitzt der Christusknabe aufrecht. Er hält die rechte Hand segnend erhoben und

in der linken eine geschlossene Schriftrolle. Seine Beine sind leicht angewinkelt und die

Füße nackt. Der Knabe ist als Zeichen seiner Göttlichkeit in ein goldfarbenes Gewand

gehüllt. Mit der rechten Hand weist die Mutter auf ihren göttlichen Sohn. Die obligate

Abkürzung für Muttergottes 'MP OY' ist auf dem Hintergrund oben in leuchtend roten

Buchstaben aufgemalt, im Nimbus des Kindes stehen die griechischen Buchstaben für 'O° N'

(der Seiende). Rest., starker Farbverlust an den Bildrändern und im linken unteren

Bildfeld, 74,5 cm x 50 cm.

Weitere Namen für diesen Typus des Gnadenbildes sind: 'Gottesmutter von Iviron',

'Gottesmutter Schutz des Athos' oder 'Iberische Gottesmutter'.

(B) Christus Pantokrator

Als Halbfigurenbildnis ist Christus gleichfalls vor vergoldetem Hintergrund frontal und

statuarisch dem Betrachter zugewandt. Der ernste Ausdruck seines Angesichts ist voller

Sanftmut. Er hat die rechte Hand segnend erhoben, mit der linken hält er ein

aufgeschlagenes Evangelienbuch. Er trägt ein rotes Chiton, welches als Hinweis auf das

Blutopfer Christi verstanden werden darf, während das Blau seines Chimation auf seine

göttliche Natur hinweist. Am oberen rechten und linken Rand ist die obligate griechische

Abkürzung für Jesus Christus "IC XC" in leuchtend roten Buchstaben aufgemalt. Sein Nimbus

trägt gleichfalls die griechischen Buchstaben 'Oo N' (der Seiende). Rest., starker

Farbverlust an den Bildrändern und im rechten unteren Bildfeld, 74,5 cm x 50 cm.

Beide Ikonen sind bedeutende Arbeiten der griechischen Ikonenmalerei aus der 2. Hälfte des

17. Jahrhunderts. Während die Darstellung des Christus Pantokrator ursprünglich ihren

Platz in einer Kirchenikonostase rechts der Königstüre hatte, wurde die korrespondierende

Muttergottes links der Türe untergebracht. Die Fehlstellen an den Rändern und in den

unteren Bildfeldern können den ausgezeichneten Gesamtendruck dieser eindrucksvollen Ikonen

nicht beeinträchtigen.

Griechenland, 2. Hälfte 17. Jh.

€ 30000 ,-
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