SONDERAUKTION BEDEUTENDE IKONEN
AM 11. DEZEMBER 2009
(4) VERKÜNDIGUNG MARIAE
Massives und schweres Laubholzbrett, im Hochrelief gestaltetes rahmendes,
architektonisches vergoldetes Schnitzwerk (an den Seiten beschnitten). Tempera auf
Kreidegrund, vergoldete Nimben und partiell vergoldetes Bildfeld, Konturritzung. Vor
tempelartiger, architektonischer Kulisse erscheint von links der Verkündigungsengel im
reich drapierten Gewand. Er hält in seiner linken Hand den Botenstab, seine rechte ist
weisend Maria zugewandt. Ihm gegenüber steht die Gottesmutter. Sie hält einen Faden mit
einer Spindel in ihren Händen. Als Symbol der Verkündigung gibt der Erzengel Gabriel Maria
den Auftrag, den irdischen Lebensfaden Christi zu spinnen und seinen Leib zu weben. Ihr
rotes, blutfarbenes Gewand verweist zugleich auf die Passion und den Tod Christi. Tafel
aus einer Ikonostase, im originalen Zustand erhalten. Partiell leichte Farbaufwölbungen
mit Lösungstendenzen. Rechts unten altes Montierungsloch. Ikone von großer Seltenheit, 30
cm x 27,5 cm.
Griechenland, 16. Jh.
Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.
€ 800 ,-