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(70)  DESMARÉES, GEORGE
1697 Gimo/ Schweden - München 1776 (zugesch.)
Maria Lactans


Öl auf Leinwandt (doubl.), 83,5 cm x 63,5 cm, Craquelé, min. besch. und rest., Rahmen.


George Desmarées (oder des Marées) differenzierte sich in seinem Kolorit schon am Anfang

seiner Laufbahn von seinen schwedischen Kollegen. Die französischen Wurzeln des Künstlers

scheinen ihm die zarte Farbgebung diktiert zu haben. Als Portraitmaler der schwedischen

Aristokratie sind seine Werke von einem konventionellen Stil gekennzeichnet. 1724 verließ

er Schweden und reiste nach Amsterdam und Nürnberg, wo er auch die Zeichnungsakademie

unter der Leitung von Johannes Daniel Preißler besuchte. Die nächsten drei Jahre

verbrachte Desmarées in Venedig und ließ sich von der italienischen Helldunkelmalerei

beeinflussen, bevor er wieder in den deutschssprachigen Raum zurückkehrte. 1730 wurde er

nach München berufen um einige Werke für den Kurfürsten Karl Albrecht zu malen. Kurz

danach erhielt er den Titel des kurfürstlichen Malers und zahlreiche Aufträge vom

deutschen Adel. Die Bedeutendsten bekam Desmarées vom Fürstbischof Clemens August von

Köln, für den er in den Jahren 1745/49 und 1752/54 in Bonn arbeitete. In dieser

Schaffensperiode ist der Einfluss des französichen Rokoko eindeutig. Seine Pallete verließ

die starken Farbkontraste und öffnete sich einem hellen und ätherischen Kolorit. Seine

Farbgebung ist auch das stärkste Merkmal seiner Kunst sowie die eklektische

Figurenkomposition seiner Portraits.

€ 1200 ,-
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