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Auktions-Vorberichte

Vorbericht zur 77. Auktion:

SCHMUCK | JUWELEN & TASCHENUHREN

Samstag, 27. Mai 2017 | 10.00 Uhr

 

Das Yin und Yang der Schmuckwelt

 

Eine außergewöhnliche und vielfältige Auswahl an Preziosen verschiedenster Hersteller und Epochen hält Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf am 27. Mai 2017 für alle Schmuckliebhaber, Uhrenfreunde und Sammler bereit. Herausragende Stücke vom Biedermeier über den Historismus, Jugendstil und Art-Deco sowie neuzeitliche und moderne Design-Objekte kommen zum Aufruf.

Sammler wird die Auswahl der Stücke nicht enttäuschen, die sich im Angebot der Uhren tummeln. In der Frühjahrsauktion sind namenhafte Uhrenhersteller wie IWC mit dem Chronographen ‚Da Vinci‘, aber auch Girard Perregaux, Baume Mercier, Omega und Cartier vertreten. Taschenuhren aller Typen und Epochen lassen Sammlerherzen höher schlagen: Spindeluhren des 18. und 19. Jahrhunderts und klassische Savonettes aus Traditionshäusern wie Lange & Söhne werden versteigert.   

Aus dem Hause Georg Hornemann in Düsseldorf stammt ein Ring mit Skull-Motiv. Das bereits seit der Antike in Stillleben beliebte Vanitas-Motiv der Vergänglichkeit erlebte um 2000 herum eine Renaissance im Mode- und Designbereich. Hornemann hat als einer der handwerklich versiertesten Goldschmieden und Designer hat das Motiv als außergewöhnliche Schmuckkreation in einem Ring umgesetzt wovon hier ein Unikat aus einer Auftragsarbeit in Silber angeboten wird (Limit 300,- €).

Ein besonderes Schmuckstück aus dem Hause Chopard aus der Reihe ‚Happy Diamonds‘ verführt mit einer Mischung aus Moderne und Schmuckhistorie. Das Hauptaugenmerk liegt bei diesem eleganten Collier auf dem mit Brillanten besetzten Kreuz. Die Revolution der 1976 von Chopard-Designer Ronald Kurowski kreierten beweglichen Diamanten in einer facettierten Umhüllung, gibt den Steinen eine kreiselnde Beweglichkeit und hebt das Funkeln hervor. Dieses typische Element der ‚Floating Diamonds‘ ist als Verbindungsglied zwischen Kette und Schaustück eingesetzt (Limit 6.600,- €).

Moderne Stücke mit kulturellem Hintergrund werden von Schmuckdesignern der Extraklasse für die moderne, selbstbewusste Frau von heute angeboten. Ein extravaganter Armreif mit imposanten Pavée Besatz begeistert nicht nur durch seine 18,5 Karat. Der rhythmische Gegensatz der weiß- und cognacfarbenen Steine spiegelt eine moderne Interpretation des Yin und Yang Motives wieder (Limit 11.500,- €).

 

 

Vorbericht zur 76. Auktion:

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Freitag, 26. Mai 2017 | 12.00 Uhr

 

Monochrom und polychrom im Wechselspiel

 

Mit hochkarätigen nationalen sowie internationalen Künstlern begeht Hargesheimer Kunstauktionen die diesjährige Frühjahrsauktion im Bereich der modernen und zeitgenössischen Kunst am 26. Mai 2017.

 

Drei zusammengehörige und in einem monochromen Grau gehaltene Arbeiten stechen in besonderem Maße aus der Offerte der zeitgenössischen Kunst hervor: Gerhard Richters ‘Triologie - Vermalungen Grau’ (1971). Durch die Verteilung der Farbmaterie mit den Fingern präsentiert uns der Künstler labyrinthische Verflechtungen von unregelmäßigen Farbbahnen, wodurch jedes Exemplar einen unikathaften Charakter erhält. Die Trilogie, die bereits 2005 im Museum Franz Geruch im schweizerischen Burgdorf ausgestellt wurde, stammt aus der Sammlung Nicolina Bons und wird zu einem Limitpreis von 175.000 € aufgerufen.

Deutlich farbenreicher erscheint dagegen Bernd Schwarzers Werk ‚Gold-Rot-Schwarz‘, das für 5.000 € an-geboten wird. Seine Arbeiten, welche dem abstrakten Expressionismus zugeordnet werden können, sind oftmals kosmopolitisch zu verstehen und zeugen von historischer Relevanz. Die reliefähnliche Oberflächenstruktur veranschaulicht die außergewöhnliche Leuchtkraft der Farbmasse.

Die kinetische Kunst und Optical Art wird repräsentiert durch einen Hauptvertreter dieser Kunstgattung: Adolf Luther. Sein Spiegelobjekt aus dem Jahr 1972, welches aus einer rheinländischen Privatsammlung stammt und für 3.000 € angeboten wird, besteht aus sechs konkav gewölbten Spiegelstreifen, die vor einem weiteren Spiegel in einem Plexiglaskasten montiert wurden. Sein Werk widmet sich den Einflüssen des Lichts durch Lichtbrechung und Spiegelungseffekte.

Mit dem Niederländer Ad Dekkers, der als einer der Hauptvertreter der konkreten Kunst nach dem 2. Weltkrieg gilt und dessen Stil im Besonderen von Piet Mondrian beeinflusst wurde, präsentiert Hargesheimer Kunstauktionen ein weiteres Highlight im Gebiet der modernen Kunst. Sein für in der Auktion mit 1.500 € offeriertes monochromes ‘Lijnrelief No 1’ aus beschichtetem Polyester veranschaulicht die charakteristische Reduziertheit auf geometrische Grundformen.  

 

 

Vorbericht zur 75. Auktion:

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

Freitag, 07. April 2017 | Samstag, 08. April 2017 | 10.00 Uhr

 

Russisches Duett

Eines der Hauptlose der traditionellen Osterauktion ‚Russische Kunst | Bedeutende Russische & Griechische Ikonen‘ im Hause Hargesheimer am 7. und 8. April 2017 ist ein bedeutendes und sehr seltenes Paar Tabletki (Limit 40.000 Euro). Als Einzelstücke schon als überaus rar zu bezeichnen ist es umso bemerkenswerter, dass diese nur in geringer Anzahl vorkommenden Ikonen gleich als Paar, gleichsam als Duett, zum Ausruf kommen. Entstanden im Russland des 17. Jahrhunderts thematisieren die beidseitig bemalten Ikonentäfelchen symbolhaft den ersten und den letzten Tag der Menschheit – von der Erschaffung Adam und Evas bis hin zum Jüngsten Gericht sowie das vorbildhafte Leben der heiligen Asketin Maria von Ägypten und die Vision von der Himmelsleiter des heiligen Johannes Klimakos, basierend auf einem Traktat zum Erwerb von Tugenden und zur Bekämpfung der Laster auf dem Weg ins Paradies.

Die Offerte von 1300 Losen, zusammengetragen aus ganz Europa, brilliert durch seinen Reichtum nicht nur an Quantität, sondern auch an Qualität. Das angebotene Spektrum umfasst frühe Ikonen aus dem 16. Jahrhundert wie eine Ikone mit der Gottesmutter von Smolensk (Limit 4.000 Euro) bis hin zu minutiös ausgeführten Feinmalerei-Ikonen aus 19. Jahrhundert wie z.B. eine monumentale und thematisch äußerst seltene Ikone mit der Darstellung der Überführung der Gebeine des heiligen Nikolaus nach Bari (Limit 20.000 Euro) oder eine Ikone mit dem Tempelgang Mariens aus dem Umkreis des Moskauer Ikonenmalers Wassili Gurjanow (Limit 5.000 Euro).
Seltene und sehr feine Ikonen mit emaillierten Okladen aus vergoldetem und emailliertem Silber wie eine Ikone mit Christus Pantokrator mit Cloisonné-Email-Oklad des Moskauer Hoflieferanten Pawel Owtschinnikow (Limit 1.500 Euro) sowie eine Oklad-Ikone mit dem Weltenherrscher in floraler Jugendstil-Ornamentik (Limit 1.200 Euro) sind sehr moderat geschätzt und garantieren schon jetzt das gesteigerte Interesse russischer Oligarchen.
Aber nicht nur Ikonenschätze aus dem russischen Kultur-raum stehen im Focus der Auktion. Eine sehr feine Ikone höchster Qualität aus dem 16. Jahrhundert im veneto-kretischen Stil zeigt die süßküssende Gottesmutter ‚Glyko-philousa‘ (Limit 2.000 Euro).
Im Bereich der Russischen Kunst sind russische Juwelierar-beiten namhafter Goldschmiedemeister wie Fabergé, Bronzen bedeutender Bildplastiker wie Wassily Gratschew mit einem reitenden Kosakenpaar (Limit 15.000 Euro) und Gemälde russischer Meister wie Ilja Glasunow (Limit 3.000 Euro) Teil der attraktiven Auktionsofferte.

So wird Hargesheimer Kunstauktionen nicht nur auf künstlerischer Ebene ein erfolgreiches Duett präsentieren sondern auch mit Pauken und Trompeten in Osterwoche starten können.

 

 

Vorbericht zur 74. Auktion:

KUNST & ANTIQUITÄTEN

Freitag, 10. März 2017 | Samstag, 11. März 2017 | 10.00 Uhr

 

Von Göttlichen Sphären und weltlichen Schicksalen

Die Frühjahrssaison bei Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf beginnt mit einer vielfältigen Offerte von rund 1600 Objekten, die von asiatischer Vollendung über selige Andachtsbilder bis hin zu tragischen Verschwörungen qualitative Meisterwerke in allen Bereichen präsentiert.

Der umfangreiche Bereich der asiatischen Kunst ist mit rund 550 hochwertigen Losen bestückt. Ein kaiserlicher Weihrauchbrenner mit Qianlong-Marke aus dem 18. Jh. ist mit feinen Reliefs dekoriert und wir von einem elegant durchbrochenen Deckel mit buddhistischem Löwen bekrönt. Eine mingzeitliche Email-Cloisonné-Schale ist mit einem leuchtend polychromen Dekor mit Fabeltieren gefertigt. Im Zentrum des Spiegels ist ein Vishvavajra eingefasst, welches für Vollendung und Beständigkeit steht. Umgeben ist das Symbol von vier fliegenden Pferden.

Im Porzellanbereich präsentiert eine KPM Berlin Vase mit Pfennigmarke in feinster Malerei Ansichten des Alten Museums und des Reiterstandbildes des Firmengründers Friedrich der Große in Berlin. Das qualitätsvolle Stück mit mattvergoldeten Akanthushenkeln zeigt die hochwertige Ausformung in Handarbeit sowie die Freihandmalerei der Manufaktur.

Anmutig sind auch die sakralen Motive der Alten Meister. Die Dar-stellung ‚Anbetung der Heiligen drei Könige‘ eines Antwerpener Meisters ist um 1520/50 entstanden. Das seit der Spätantike be-kannte Motiv ist in feiner Malerei mit leuchtenden Farben ausge-führt und lässt sich in den Kreis der Antwerpener Manieristen ein-ordnen. Deren Vorliebe für Figuren in exotischer Kleidung zeigt sich hier ganz deutlich. Das Werk ist ein Paradebeispiel der altniederländischen Malerei. Eine hohe Stofflichkeit wird von den Geschenken über die Kleidung bis in die Haarspitzen dargestellt. Klassisch sind auch die eingebundene Architektur und der weite Landschaftsausblick durch das Fenster.
Ein nicht weniger klassisches Motiv der bildenden Kunst des Abendlandes repräsentiert die ‚Heilige Familie mit dem Johannesknaben‘ von Polidoro Da Lanciano (1515 – 1565). Das gängige Thema der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts scheint in seiner einfachen Komposition ein Andachtsbild für den privaten Gebrauch gewesen zu sein und zeigt Vorläufer in Tizians Oeuvre.

Entgegen dieser selig-christlichen Motive weist der gut bestückte Bereich der Gemälde des 19. Jahrhunderts tragische Motive der weltlichen Schicksale auf. Das im Werksverzeichnis aufgeführte Gemälde 'Tod des Verschwörers‘ von Carls Spitzweg zeigt in theatralischer Darstellung auf einer Treppenstufe rücklings liegend eine getötete Gestalt mit ausgebreiteten Armen, links daneben steht mit Barett und geschlitztem Wams der Verbrecher den Dolch in der Hand haltend. Dahinter sitzt die Richterfigur mit antikem Gewand und erhobenem Arm auf einem Sessel. Der Ausblick in eine große Halle dramatisiert die verschattete Szene im Vordergrund der Studie, die sich noch 1917 im Besitz von Otto Spitzweg befand.

Jean Léon Gérôme, einer der bedeutendsten französischen Maler des 19. Jahrhunderts, präsentiert in dem Historiengemälde ‚Les misères de la guerre’ eine ergreifende Darstellung eines jungen Mädchens. Die Darstellung vermittelt auf sehr eindringliche Weise die Kriegslast durch die Mädchenfigur im Vordergrund, welche den Betrachter mit ihrem bedrückenden Blick erfasst. Zudem ist das Gemälde von Bedeutung, da der Künstler handschriftlich in blauer Tinte auf dem Keilrahmen festgehalten hat, dass mit dem Erlös des Gemäldes die Opfer des deutsch-französischen Krieges unterstützt werden sollen und somit das politische und soziale Engagement des Malers festhält.

 

 

Vorbericht zur 73. Auktion:

SCHMUCK | JUWELEN & TASCHENUHREN

Samstag, 10. Dezember 2016 | 10.00 Uhr

 

Ein Streifzug durch die Geschichte der Schmuckherstellung

Die winterliche Auktion im Hause Hargesheimer zu Schmuck, Juwelen und Taschenuhren trumpft mit fast 800 erlesenen Objekten auf. Neben einer großen Taschenuhrensammlung sowie Armbanduhren der exzellentesten Hersteller wie Patek Philippe, Omega, Girard Perregaux, Cartier und Chopard, bestechen Preziosen mit Diamanten und Farb-Edelsteinen, Korallschmuck und Bernsteinschmuck aus alle Epochen. So wird die Kunstfertigkeit in der Geschichte der Schmuckher-stellung aus aller Herren Länder auf bemerkenswerte Weise wiedergespiegelt.
 
Als wahrliches Urgestein der Schmuckherstellung darf ein Paar Ohrringe mit Almandin  aus Kleinasien des 3.-5- Jahr-hunderts gelten werden, die an einer Kette montiert sind. Der Almandin ist einer der ältesten der Menschheit bekannten Schmucksteine und wurde bereits von Plinius dem Älteren erwähnt. Die ausgefallenen Stücke stammen aus Kleinasien, wo auch die antike Stadt Alabanda liegt, die zu der Zeit ein Granat-Schleif- und Handelszentrum war.

Einige Jahrhunderte später wurde wiederum die Kette ‚Pinchbeck‘ gefertigt. Die lange Erbskette mit Granulatdekor und einer feinen Schließe mit floralem Dekor stammt aus England. Pinchbeck heißt die vom Londoner Uhrmacher Christopher Pinchbeck (1672-1732) erfundene goldfarbene Legierung aus Kupfer und Zink, die zum Ende des 18. Jahrhunderts sehr beliebt war und sehr gerne in der Kombination mit Strass und in allen Designarten getragen wurde.
Auch die deutsche Goldschmiedekunst des 19. Jahrhunderts ist hervorzuheben. So wird ein prächtiges Collier mit Lapislazuli und Perlbesatz von Jakob Speltz & Söhne aus Frankfurt angeboten, welches um 1880 gefertigt wurde. Dieses erlesene Stück ist in der Fachliteratur von Brigitte Marquardt zu ‚Schmuck – Realismus und Historismus 1850-1895‘ verzeichnet. Ebenso werden feine emaillierte Art-Déco Stücke von Theodor Fahrner die Frauenherzen umgarnen.

Einen Sprung in die Moderne zeigt sich mit dem nordischen Design. Ein finnisches Design-Collier mit Labradorit, besticht mit seinen schlichten und geschwungenen Formen. An einem sanft gebogenen, poliert gearbeitetem Halsreif aus Gelbgold hängt ein tropfenförmiger Labradorit-Cabochon. Weitaus verspielter zeigt sich eine norwegische Design-Brosche aus den 1950er Jahren mit einer filigrane Lilie aus Silber und hellblauem Emaildekor.

Einen Bogen zwischen Jugendstil und Moderne spannt die Gold-Handtasche von Emil Brenk aus Pforzheim und lässt die Herzen der It-Girls höher schlagen. Pforzheim war lange Zeit ein Zentrum für Goldschmiedekunst in Deutschland und steht für qualitativ hochwertigen Schmuck. Die edle Clutch mit Spiegel ist aus Weißgold im Flechtdekor gestaltet und erinnert an die Kettentaschen der Jahrhundertwende. So ist man auch für den anstehenden Jahreswechsel modisch und elegant gerüstet.

 

 

Vorbericht zur 72. Auktion:

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Freitag, 09. Dezember 2016 | 15.00 Uhr

 

Bunt vs. Schwarz-weiß

Einen besonderen Schwerpunkt in der winterlichen Auktion zu moderner und zeitgenössische Kunst liegt auf den Werken der europäischen Nachkriegsjahre. Mit einer Düsseldorfer Privatsammlung werden besondere Werke des Informel präsentiert.


Mit einem sehr persönlichen Stil präsentieren sich mehrere Werke von Bernhard Schultze (1915- 2005), einem der großen deutschen Maler des Informel und Mitglied der Künstlergruppe Quadriga. Die überwiegend farbenfrohen und detailreichen Arbeiten zeigen viele Anspielungen und Zitate aus der Natur. Der Künstler wurde im vergangenen Jahr zum 100. Geburtstag gleich mit drei großen Sonderausstellungen gewürdigt.

Schultzes Künstlerfreund Karl Otto Götz (*1914) hingegen ist unter anderem mit einer typischen dynamischen Komposition in schwarz weiß vertreten. Technik zeigt ein gestisches Vorgehen in hoher Geschwindigkeit, wodurch informelle Strukturen erzeugt werden.

Die kinetische Kunst und Optical Art wird repräsentiert durch einen Hauptvertreter dieser Kunstgattung. Adolf Luthers (1912 - 1990) Spiegelkasten ist eine aus 16 konkav gewölbten quadratischen Spiegeln bestehende Komposition auf schwarzem. Sein Werk widmet sich den Einflüssen des Lichts durch Lichtbrechung und Spiegelungseffekte.

Der polnische Künstler Henryk Stazewski (1894 -1988) ist einer der Pioniere der klassischen Avant-Garde. Das angebotene Werk ist eine typische Komposition der geometrischen  Abstraktion  mit klar erkennbaren Linien und einer Aufteilung des Bildinhaltes in Einzelflächen. Das Zusammenspiel von Farben - in diesem Falle schwarz weiß - und Formen steht klar im Vordergrund.

 

 

Vorbericht zur 71. Auktion:

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

Freitag, 04. November | Samstag, 05. November 2016

 

Einfach göttlich…

…ist das überaus umfangreiche Angebot der Spezialauktion ‚Bedeutende Russische und Griechische Ikonen & Russische Kunst‘ im Hause Hargesheimer in Düsseldorf. Allein schon aufgrund der Quantität von knapp 1600 Positionen ist die Auktion auf zwei Tage, den 4. und 5. November 2016, angesetzt.
Das Angebot – zusammengetragen aus verschiedenen deutschen und europäischen Privatsammlungen, darunter Italien, den Niederlanden und England – wartet mit erlesenen Stücken aller Epochen und geographischer Bereiche der Ikonenmalerei auf. Darunter zu nennen sind seltene Stücke der veneto-kretischen Schule.

Als besondere Rarität darf eine Madre della Consolazione aus einer norddeutschen Privatsammlung gelten, die durch ihre Qualität und Feinheit überzeugt und sich dem bedeutenden Ikonenmaler Nikolaos Tzafouris (ca. 1455-1502) zuschreiben lässt.
Des Weiteren bereichern das Angebot frühe Moskauer Ikonen des 16. Jahrhunderts aus einer altdeutschen Sammlung, darunter die Darstellung der Gottesmutter Smolenskaja (Limitpreis 4.000 Euro) und Christi Einzug nach Jerusalem mit fein graviertem Silberbasma (Limitpreis 4.000 Euro).
Ein sehr feines, aus dem 17. Jahrhundert stammendes russisches Tabletka der Wiedergabe äußerst seltener Themen – der Erweckung des Lazarus und des im Tempel lehrenden Christus – darf als wahres Kleinod gelten (Limitpreis 800 Euro).
Den mit Lupe ausgestatteten Kenner werden die in feinster Miniaturmalerei ausgeführten Ikonen der Malerzentren Palech und Mstera begeistern, darunter eine minutiöse Erweiterte Festtagsikone mit vergoldetem Silberbasma aus dem 19. Jahrhundert (Limitpreis 3.000 Euro).
Nach Geschmack russischer Oligarchen dürften darüber hinaus die Ikonen mit emailliertem Vermeiloklad sein, darunter ein Christus Pantokrator (Limitpreis 1.200 Euro) sowie zwei äußerst interessante signierte und datierte Ikonen von Ossip Chirikov von 1896 (Limitpreis 2.500 Euro) und A.A. Alekseev von 1908 (Limitpreis 5.000 Euro).
Aber nicht nur alle Zeiten und Regionen sind in dem als sehr reizvoll zu bezeichnenden Auktions-Portfolio vertreten, besonders die thematischen Raritäten der Ikonenmalerei lassen internationale Bietgefechte und spektakuläre Zuschläge erwarten: Besonderes Highlight ist eine monumentale und sehr seltene russische Ikone aus der Zeit um 1800 mit dem ‚Jüngsten Gericht‘ (Limitpreis 100.000). In aller Ausführlichkeit führt sie dem Betrachter sowohl die positiven als auch die negativen Konsequenzen des menschlichen Handelns auf Erden detailreich vor Auge. Ob sie den einen oder anderen zu besserem Handeln bewogen hat? Dies ist natürlich nicht überliefert, aber die Ausführlichkeit der zahlreichen Höllenqualen sollte es vermuten lassen.
Dem göttlichen Ambrosiatrank durchaus würdig, aber eher dem profanen Bereich zuzuordnen, sind ein Paar silberne Kowschi – russische Trinkgefäße – aus dem Hause Fabergé (Limitpreis 15.000 Euro) sowie ein seltenes, fünfteiliges Kowschset von  Iwan Saltikow, das über und über in polychromem Cloisonné-Email dekoriert ist (Limitpreis 1.200 Euro).
Erfahrungsgemäß wird die göttliche Inspiration der Ikonen wir-kungsvoll sein und eine hitzige Auktion bescheren, die das Höllenfeuer bis spät in den Abend hinein brodeln lässt.

 

 

Vorbericht zur 69. & 70. Auktion:

KUNST & ANTIQUITÄTEN | AUSGEWÄHLTE MEISTERWERKE

Donnerstag, 22. September 2016 | Freitag, 23. September 2016 | Samstag, 24. September 2016

 

Kunstwerke, die die Sinne vernebeln
Die Herbstsaison bei Hargesheimer Kunstauktionen wird mit drei ausdauernden Auktionstagen vom 22.-24. September eröffnet und präsentiert eine sorgsam zusammengetragene Offerte von über 2000 Objekten. Am zweiten Auktionstag wird die 70. Auktion im Hause mit 70 ausgewählten Spitzenstücken dargeboten. Von friedlichen Landschaftsdarstellungen und sinnlichen Damen bis zu ergreifenden Martyrien ist für jeden Kunstliebhaber etwas dabei. Kurz gesagt: Diese Auktionen sollte man sich nicht entgehen lassen.

Die größte und mit besonderer Aufmerksamkeit betreute Warengruppe der Gemälde hält sowohl im Bereich der Alten Meister als auch bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts wahre Schätze bereit.
Die Darstellung einer Ideallandschaft bei Tivoli von Ludwig Philipp Strack (1761-1836) ist ein meisterliches Werk, welches der Forschung bisher verborgen blieb, wie Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan in einer umfangreichen Stellungnahme bemerkte. Der herausragende deutsche Landschaftsmaler stammte aus der hervorstechenden Künstlerfamilie Tischbein und war der Cousin Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Strack, der nach einem Stipendium in Italien zum Hofmaler in Kassel und Eutin wurde, fertigte ein anmutig komponiertes Gemälde, welches den Betrachter durch ein rahmendes Grottenmotiv in seinen Bann zieht und eine musizierende Gruppe mit lauschendem Publikum vor einem rauschenden Wasserfall präsentiert (Limit 3.000,- €).
Zu der anmutigen Landschaft gesellt sich ein Gemälde mit zwei reizenden Damen im Rosengarten von Albert Lynch (1851-1912) zu einem Limitpreis von 30.000,- €. Der peruanische Maler, der mit Ende zwanzig nach Paris ging und später in die Ehrenlegion aufgenommen wurde, spezialisierte sich auf Darstellungen mondäner Damen von Welt. In seinen Darstellungen wird eine zarte Eleganz und die Nonchalance der Belle Époque greifbar.

Im Bereich der Altmeistergemälde zeigen sich unter anderem besondere Glanzstücke mit Adeligen und Heiligen. Von Anthonis van Dyck (1599-1641) wird eine Kopfstudie in lockerem Pinselstrich angeboten, die den Herzog von Buckingham mit aufmerksamem Blick und lockigem Haar zeigt. Neben einem umfangreichen beigefügten Gutachten von Erik Larsen bespricht dieser das Portrait ausführlich im Jahrbuch des Koninklijk Museum voor schone Kunsten Antwerpen 1993 und ordnet es mit Überzeugung einer eigenhändigen Arbeit Van Dycks zu.  (Limit 25.000,- €).
Von dem Mailänder Maler Giulio Cesare Procaccini (1574–1625) stammt eine eindringliche Komposition mit dem Martyrium des Heiligen Bartholomäus. Der Heilige wird flankiert von zwei Peinigern, die im Begriff sind ihm mit blinzenden Messern die Haut abzuziehen. Mit einem hoffnungsvollen Blick der Erlösung schaut der Heilige auf einen Putto mit Krone in den Händen, der von links oben auf Bartholomäus zufliegt. Die Werke Parocaccinis weisen große stilistische Variationen auf. So zeigt die Bartholomäus-Darstellung, im Gegensatz zu idealisiert sinnlichen Gemälden, eine ergreifende und schockierende Ausführung des Martyriums (Limit 20.000,- €).

Für den Porzellanbereich konnten exquisite Stücke einer Londoner Privatsammlung akquiriert werden. Zudem wurden einige seltene Objekte des 18. und 19. Jahrhunderts zusammengetragen. Hervorzuheben ist unter anderem eine bedeutende und äußerst seltene Jugendstil-Kaminuhr von Hugo Cauer, welche für 8.000,- € aufgerufen wird. Mit der Darstellung des melancholisch ruhenden Genius der Zeit wurde die Uhr zur Weltausstellung 1900 in Paris entworfen und zeigt eine feine und fließende Formensprache.

Der Bereich der Möbel besticht unter anderem durch Werke bedeutender Ebenisten. Darunter findet sich ein signiertes und hochbedeutendes Meister-Buffet von Pierre Hache (1703-1776) aus Mahagoni und Palisander mit einer Marmorplatte. Hache stammt aus einem berühmten Familienatelier von Ebenisten in Grenoble des 18. Jahrhunderts und stand in den Diensten des Herzogs von Orléans. Dekoriert wurde das Möbelstück mit feiner Intarsienarbeit und allegorischen Darstellungen auf den beiden Türen.

Im gut bestückten Bereich der asiatischen Kunst kommen exquisite Stücke aus einer hessischen und einer nidersächsischen privatsammlung zum Aufruf. Unter anderem wird ein feiner Cloisonné-Weihrauchbrenner den Kunstliebhabern gehörig einheizen und die Sinne vernebeln. Das repräsentative und datierte Räuchergefäß ist auf drei Cloisonné-Füßen mit bronzenen Köpfen von Wächterlöwen platziert. Das bauchige Gefäß bezaubert durch feine polychrome Cloisonné-Arbeit mit Rankenmotiven. Der Deckel ist in feiner Durchbrucharbeit gefertigt (Limit 5.000,- €).

 

 

Vorbericht zur 68. Auktion:

SCHMUCK | JUWELEN & TASCHENUHREN

Samstag, 04. Juni 2016

 

Schmuckstücke wie ein Schmetterling im Sonnenschein

Zur diesjährigen Frühjahrsauktion bei Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf kommen rund 500 feinste Kostbarkeiten zu attraktiven Startpreisen zum Aufruf. Es locken insbesondere eine Vielzahl an hochkarätigen historischen Schmuckstücken, vor allem des Art-Déco sowie exklusive Sammlungen aus zwei Privatnachlässen und eines Juweliernachlasses. Hinzu kommen erlesene Uhren aus bekannten Häusern wie Rolex, Piaget, Cartier oder Longines.

In der großen Auswahl an Edelsteinen besticht ein Anhänger mit natürlichem Alexandrit, der mit seinem feinen Farbwechsel von yellowish-green zu brownish-pink den Frühlingsfarben wahre Konkurrenz macht. Mit einer beigefügten Expertise der deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) wird der traumhafte Anhänger für 1.000,- € aufgerufen.

Weiterhin strahlt ein Art-Déco-Ring mit natürlichem Saphir und Diamantbesatz um die Wette mit dem Himmelsblau. Die Schulterseiten und der Fassungsbogen sind fein durchbrochen gearbeitet und mit 12 Diamanten  besetzt. Die sehr feine Farbe und hohe Reinheit des Steins ist ebenfalls von der DSEF bestätigt (Limit 4.500,- €).

Von der modernen Sonnengelben Seite zeigt sich hingegen ein ausgefallener Design-Ring gestaltet von Björn Weckström für Lapponia. Auf einer polierten Schiene ist ein hochgezogener Kopf mit strukturiert gearbeitet Oberfläche gearbeitet (Limit 220,- €).

An einen wolkenweißen Traum erinnert ein feiner runder Art-Déco-Anhänger mit reichem Diamantbesatz. Die in Altschliff und Rosenschliff gearbeiteten Steine sind auf einer runden Grundform mit feinster Durchbruch- und Millegriffe-Arbeit kunstvoll zu einem eleganten Ornament arrangiert (Limit 1.200,- €).
Unter den Uhren sticht die limitierte Herrenarmbanduhr Ellipsocurvex Papillon von Daniel Roth hervor. Die Papillon vereinigt die hohen Ansprüche an Qualität und Technik der Marke Daniel Roth mit innovativem und unverkennbaren Design. Das erstmals 1999 zum 10 jährigen Jubiläum der Marke präsentierte Modell erhielt seinen Namen vom Profil der schmetterlingsflügelförmigen Träger. Die patentierte Uhr erschien in einer Auflage von nur 80 Stücken und wird für 20.000,- € angeboten.

 

 

Vorbericht zur 67. Auktion:

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Freitag, 03. Juni 2016

 

Pokerspiel um die Moderne

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf versteigert am 03. Juni eine vielfältige und hochwertige Offerte rund um moderne und zeitgenössische Kunstwerke.

Der Bereich der modernen Plastiken zeigt sich mit wahren Meisterwerken bestückt. Die Bronzefigur ‚Kleine Schauende‘ von Fritz Klimsch (1870-1960) ist eine feine Aktdarstellung einer jungen, auf dem Boden sitzenden Frau in leicht gedrehter Haltung. In der Figur zeigt sich die Inspiration durch die Lebendigkeit der Arbeiten Rodins (Limit 2.200,- €). Von Alfred Hrdlickas (1928-2009) Darstellung der Steinigung des heiligen Stephanus wird eine Ausfertigung aus der Auflage von nur zehn Exemplaren aufgerufen. Die dunkle Seite des menschlichen Handelns ist ein häufiges Thema in Hrdlickas Arbeiten. So zeigt diese reliefplastische, leicht abstrahierte Darstellung der religiösen Szene bereits in der rauen Oberfläche eine finstere Atmosphäre (Limit,- 5.000,- €).

Das moderne Kunsthandwerk trumpft mit leidenschaftlichen Werken auf. Relativ spät entdeckte Pablo Picasso (1881-1973) an der Côtes d’Azur zwei Leidenschaften für sich. Einerseits die Liebe seiner zweiten Frau Jacqueline Roche und andererseits die Liebe zur Keramik. Ab 1946 schuf der Künstler ein beeindruckendes keramisches Oeuvre, von denen drei meisterhafte Stücke in limitierter Auflage ihren Weg zu Hargesheimer gefunden haben (Limit 1.800-4.000,- €).

Nicht weniger leidenschaftlich und harmonisch komponierte Hans Mertens (1906-1944) in dem Gemälde ‚Kartenspieler‘ in klarer sachlicher Manier Elemente von Linien und Flächen. Der Maler zählt zu den zentralen Persönlichkeiten der Neuen Sachlichkeit und präsentiert uns in gedämpften Farben zwei konzentrierte Spieler am Pokertisch. Im Untergeschoss eines Hauses mit einer Flasche Wein auf dem Tisch scheinen sich die beiden an einem illegalen Spiel zu erfreuen. Im zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Arbeiten des Künstlers zerstört, umso erfreulicher, dass dieses ausgereifte Werk der Neuen Sachlichkeit am 3. Juni angeboten wird (Limit 20.000,- €). Ob sich die Bieter in die Karten schauen lassen, wird sich zeigen.  
Entgegen der zwielichtigen Atmosphäre bei den Kartenspielern werden zwei farbenfrohe dreidimensionale Arbeiten Yaacov Agams (*1928) angeboten. Die Arbeiten des israelischen Künstlers sind im Allgemeinen der kinetischen Kunst zuzuordnen. Je nach Standpunkt des Betrachters verändern sich die Werke, sodass dieser das Werk für sich aktiv mitgestalten kann (Limit je 4.500,- €).
Als klassisches Werk des expressiven Realismus wird ein Gemälde von Carl Hofer (1878-1955) aufgerufen. Das Thema ‚Mann mit Hund‘ hat Hofer in verschiedenen Ausführungen dargestellt. Bei dem hier angebotenen Gemälde erschließt sich der Titel erst bei genauerem Hinsehen. Die Version von 1949 zeigt in satten komplementären Farben einen Mann mit markanten gestalteten Gesichtszügen. Vor ihm ist der Schatten eines Hundes zu erkennen, welcher die Farben noch stärker zum leuchten bringt (Limit 40.000,- €).

 

 

Vorbericht zur 66. Auktion:

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

Freitag, 15. April 2016 | Samstag, 16. April 2016

 

Ikonen-Passionen
Passion in vielfacher Hinsicht wird am 15. und 16. April bei Hargesheimer Kunstauktionen präsentiert. Das Haus beweist einerseits aufs Neue mit welcher leidenschaftlichen Passion und ausgezeichnetem Sinn für bedeutungsvolle Objekte der Spezialbereich ‚Russische Kunst & bedeutende Ikonen‘ betrieben wird. Des Weiteren wird das Motiv der heiligen Gottesmutter der Passion, welches in der byzantinischen Malerei mindestens seit dem 12. Jahrhundert bekannt ist, ebenso passionierte Liebhaber in Form einer griechischen Ikone des 17. Jahrhunderts fesseln (Limit 35.000,- €).
Die kommende Auktion besticht mit einer quantitativ ansehnlich bestückten Offerte von rund 1200 Objekten, die ebenso mit ihrer hochwertigen Qualität überzeugt. Nicht nur europäische Sammlungen haben Ihren Weg in die Auktion gefunden, sondern auch bedeutende Kostbarkeiten aus russischem Besitz. Insgesamt zeigt sich mit einem breiten Spektrum vom 16. - 19. Jahrhundert ein beeindruckendes Angebot.
Hervorzuheben ist eine kretische Ikone von monumentaler Größe mit der Darstellung des Entschlafen der Gottesmutter, die aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt. Nicht nur die beachtliche Größe von 90 x 50 cm sind beeindruckend, auch die besondere Qualität der Malerei ist bemerkenswert (Limit 60.000,- €).
Viel Aufmerksamkeit wird zudem eine fein emaillierte Ikone auf sich ziehen. Das erlesene Oklad aus vergoldetem Silber ist veredelt mit erlesenen Cabochons und sucht seinesgleichen (Limit 18.000,- €).
Neben dem Schwerpunkt bedeutender Ikonen kommen ebenso die russischen Künste mit feinem Kunsthandwerk, Porzellan und Silber aus Russland zum Aufruf. Unter dem reichen Silberangebot ist ein feines vierteiliges Service von 1847 zu nennen, welches vom Hoflieferanten Pawel Fedorowitsch Sasikow gefertigt wurde und mit feinem plastischem Blumendekor besticht (Limit 5.000,- €).
Als krönender Abschluss bleibt eine ausgefallene Silberkrone von 1799 zu nennen, die einen kräftig getriebenen Dekor und feine emaillierte Platten aufweist (Limit 25.000,- €).

 

 

Vorbericht zur 65. Auktion:

KUNST & ANTIQUITÄTEN | PORTRÄTMINIATUREN AUS DEUTSCHEN SAMMLUNGEN

Freitag, 18. März 2016 | Samstag, 19. März 2016

 

Kunstvoller Auftakt - Auftakt voller Kunst

Hargesheimer Kunstauktionen eröffnet das neue Auktionsjahr am 18. und 19. März mit der Auktion Kunst & Antiquitäten, die beeindruckende Objekte - von imponierenden Schneelandschaften über anmutige und exotische Skulpturen bis zu einer exklusiven Darstellung eines Gerichtsprozess des 19. Jahrhunderts - in Hülle und Fülle bereithält. Zudem konnten besondere norddeutsche und rheinische Privatsammlungen zu moderaten Preisen akquiriert werden, die exquisite Schätze bereithalten. Als besonderer Glanzpunkt werden am zweiten Auktionstag in einer Sonderauktion feinste Porträtminiaturen aus deutschen Sammlungen bereitgehalten.

Unter den Gemälden kommt als feste Größe der Düsseldorfer Malerschule ein ausgereiftes Werk Hugo Mühligs (1854-1929) mit einem Limitpreis von 7.000,- € zum Aufruf. Die Ansicht einer Gruppe nach der Treibjagd besticht durch seine reale Darstellung und lebt vor allem durch die hervorragende Durchdringung der Schneelandschaft, erhöht durch einen zarten leicht violetten Winterhimmel. Im Gegensatz zu dieser frostigen Jahreszeit steht das Gemälde einer süditalienischen Stadt von Hermann Krüger (1834–1908), sicherlich einer der talentiertesten Schülern Oswald Achenbachs, mit dem er Studienfahrten nach Italien unternahm. Die schöne Lage an der Küste mit einem Ausblick auf den rauchenden Vesuv in der Ferne ist mit fein nuanciertem Strich und starken Lichtmodulationen gemalt. Die geschäftigen Figuren in der späten Abendsonne lassen einen regelrecht die warme Sommerluft erschnuppern (Limit 6.000,- €). Eine beeindruckende romantische Landschaft mit Ausblick auf eine Burg stammt von Johann Wilhelm Schirmers Schüler Christian Breslauer (1802-1882). Der Warschauer Maler hat aufs feinste eine Waldansicht mit beeindruckenden Bäumen geschaffen, zwischen denen sich eine Gruppe von Rehen tummelt (Limit 5.000,- €).
Unter den Altmeister-Gemälden tut sich ein Gemälde von Bernhard Keil hervor. Der Rembrandt Schüler, der Mitte des 17. Jahrhundert nach Italien reist und dort unter dem Namen Monsù Bernardo bleibt, zeigt uns eine alte Näherin, die umgeben von ihren Kindern fleißig ihrer Arbeit nachgeht (Limit 5.000,- €).
Im gut bestückten Bereich der Skulpturen konnten eine Vielzahl fabelhafter Bronzen und Elfenbeinfiguren sowie feine sakrale Plastiken des 15.-17. Jh. zusammengetragen werden. Darunter bezaubert vor allem Otto Hafenrichters (tätig um 1910/ 1920) Art-Déco Figur einer orientalische Tänzerin aus Elfenbein, die sich in graziler Pose über einem Marmorsockel räkelt (6.000,- €).
Unter den Grafiken beeindruckt ein Blatt Henri Toulouse-Lautrecs (1864-1901), der als Berichterstatter das Verhör der Mademoiselle Marsy im Prozess Lebaudy und Arton von 1896 präsentiert. Das eindrucksvolle Dokument der Zeitgeschichte existiert in nur sieben Exemplaren und schildert eine Szene um den Fall des Todes des Millionenerben Max Lebaudy, welcher die Pariser Gesellschaft sehr bewegte (Limit 1.500€).

Die Sonderauktion zu Porträtminiaturen ist gespickt mit dem ‚Who is Who‘ der Miniaturkünstler, darunter berühmte deutsche Namen wie C.F. Zincke und Henri Jacob Aldenrath sowie Samuel Shelley aus England als auch französische und italienische Künstler. Die feinen Arbeiten des-17.-19. Jahrhunderts sind zumeist mit Gouache auf Elfenbein gefertigt, aber auch prächtige feinst emaillierte Werke Beispiele werden präsentiert. Besonder hervor sticht die feine Miniatur William Woods (1769-1810), die 1965 in Edinburgh ausgestellt wurde. Die Darstellung einer eleganten Dame in braunem Kleid und mit gelben Hut ist in zarter Malerei auf Elfenbein gefertigt. Der moderate Limitpreis von 180,- € wird sich erwartungsgemäß um einiges vervielfachen. Zu der englischen Dame gesellt sich ein französischer Rokoko-Herr  von M. de Brea (tätig in Paris, 2. Hälfte 18. Jh.). Die feine Arbeit präsentiert ein Herr mit gepuderter Perücke, der in einen roten Rock mit weißem Halstuch gekleidet ist und deren Miniaturkonterfei 1956 in Genf ausgestellt wurde (Limit 250,- €).

 

 

Vorbericht zur 64. Auktion:

SCHMUCK | VINTAGE & ARMBANDUHREN

Samstag, 12. Dezember 2015 | 10.00 Uhr

 

Eine funkelnde Weihnachtszeit

Das dem Schmuck bei Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf eine eigene Auktion gebührt hat sich seit dem vergangenen Jahr bewährt. So beschert diese wieder eine funkelnde Weihnachtszeit mit einzigartigen Objekten.

Mit über 600 Objekten kann die Schmuckauktion in diesem Winter auftrumpfen. Zahlreiche diamantbesetzte Kostbarkeiten stammen aus der Zeit des Art-Déco, darunter ein reich mit Diamanten bestücktes Armband (Limit 20.000€). Insgesamt 434 exquisite Diamanten (zusammen mindestens 48 ct.) unterschiedlicher Schliffe lassen das Armband erstrahlen.
Eine Vielzahl an Schmuckstücken mit bedeutenden Edelsteinen -  Smaragden, Saphiren und Rubinen, sowohl im Modernen Design als auch Historischer Schmuck des Historismus und Biedermeier erlauben einen breit gefächerten Einblick in die Geschichte der Schmuckherstellung. Ein aufwendig gearbeitetes Collier aus dem Hause Georg Lauer, Pforzheim , in Form eines Pfaus (Limit 6.800€) wird Liebhaber des exklusiven Schmuckdesigns und Sammler gleichermaßen begeistern. Das Schmuckstück wurde von einem der weltweit renommiertesten Schmuckhersteller mit weit über 300  Diamanten besetzt (zusammen über 10 ct.). Hochwertige Schmuckstücke der Häuser  Chopard und Cartier runden das Angebot ab.

Auch diesmal findet sich ein reiches Angebot an Uhren. Als Symbole für Exzellenz, Spitzenleistung und Innovation finden sich mehrere Rolex-Armbanduhren im Angebot sowie eine außergewöhnliche Taschenuhr von Kroese & Zoon Amsterdam aus dem 18. Jh.,  im Sortiment vertreten sind edle Uhren aus namenhafter Hersteller wie Lange & Söhne, Glashütte , Jaeger Le Coultre, Audemard Freres  und Baume & Mercier. Die Sammleruhr ‚Da Vinci Rattrapante‘ mit Originalschatulle von IWC Schaffhausen, wird den Uhrenliebhaber begeistern. Das Modell ‚Sidestep‘ des Uhrenherstellers  Lange & Söhne Glashütte I/SA, anläßlich des Jubiläums der Firma Wempe gefertigt und in einer limitierten Auflage von 75 herausgegeben, ist jedem Uhrensammler ein Begriff (Limit 25.000 €).  

Ergänzt wird die Auktion von hochwertiger Vintage Mode, darunter vier originale Kelly Bags von Hèrmes (Limit 4.000-18.000 €). Diese handgefertigten Klassiker des Modedesigns stehen für absolute Noblesse und guten Geschmack und erfreuen das Herz jedes Modeliebhabers.

 

 

Vorbericht zur 63. Auktion:

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Samstag, 05. Dezember 2015 | 12.00 Uhr

 

Herta - die Produktionsstätte von Wurst, Fleisch und Kunst

Die Rauminstallationen von Rupprecht Geiger, Norbert Kricke und Kuno Gonschior aus dem Herta-Werk in Herten mit ihrer hohen atmosphärischen Raumwirkung für den Betrachter sind große Highlights der Auktion Moderne & Zeitgenössische Kunst bei Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf.

Aus einer Initiative zur Verbindung von Arbeitswelt und Kunst entstanden, waren die Werke integraler Bestandteil in der Planung des Neubaus von Architekt Werner Ruhnau Anfang der 1970er Jahre. Gestaltet wurden die Installationen nicht nur als schmückende Objekte für die Räumlichkeiten, sondern auch unter der Frage, ob Kunst an einem Ort wie dem Arbeitsplatz positives leisten kann. Um den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden sind im Großraumbüro des Herta-Werkes Norbert Krickes Wassersäulen (Limit 75.000€) mit ihrer wohltuenden und beruhigenden Wirkung als Pausenzonen konzipiert. Rupprecht Geigers Deckeninstallation mit farbigen Raumkörpern (Limit 70.000€) schafft eine harmonische Farbwirkung und akzentuieren die Orientierung in der Bürolandschaft. Für die Gestaltung und Abgrenzung einzelner Arbeitsräume wurden von Kuno Gonschior Stellwände mit Öl auf Leinwand gestaltet, die dem Gesamtkonzept entsprechend die Kunst auf eine angenehme Weise unmittelbar am Arbeitsplatz erlebbar machen. Zwei dieser Stellwände sind bei der Auktion zu einem Limit von je 25.000€ zu erstehen. Die Konzeption des Herta-Werkes übte großen Einfluss auf die Gestaltung späterer Werksräume aus.

Von einem der bedeutendsten Malern der österreichischen Moderne Anton Faistauer wird ein leuchtendes Sonnenblumenstillleben mit einem Limitpreis von 12.000€ aufgerufen. Die atmosphärisch Ansicht des Havelsee bei Berlin von Walter Leistikow (Limit 25.000€) besticht mit seinen ins rötliche Abendlicht getauchte Bäumen und einer sanften Linienführung. Zudem wartet die informelle Kunst bei Hargesheimer Kunstauktionen diesen Herbst mit einem dynamische Werk von Karl Otto Götz (Limit 10.000€) auf.

 

 

Vorbericht zur 62. Auktion:

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

Freitag, 06. November 2015 | Samstag, 07. November 2015

 

Höllisch gut
Von Leid, Elend und Seelenqualen weiß eine monumentale Ikone mit dem äußerst seltenen Thema ‚Das Jüngste Gericht‘ (Schätzpreis 38.000 Euro) in der kommenden Spezialauktion BEDEUTENDE RUSSISCHE UND GRIECHISCHE IKONEN und RUSSISCHE KUNST am 6. und 7. November bei Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf zu berichten. Selten ist nicht nur die Größe von einem stattlichen Meter Höhe, sondern vor allem das Thema, das in der russischen Ikonenmalerei nur selten eine bildliche Umsetzung fand. Dies mag nicht verwundern, da die in Szene gesetzten göttlichen Bestrafungen keineswegs sehr erbaulich sind und natürlich eher der Abschreckung dienen sollten.
Eher der himmlischen Sphäre zuzuordnen ist dagegen der überwiegende Teil der rund 900 Ikonen mit Muttergottesdarstellungen, Heiligen und Festtagen des orthodoxen Kirchenjahres, die das enorme Angebot umfasst. Private, über Jahrzehnte aufgebaute Sammlungen aus Deutschland und ganz Europa, wie Italien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden, haben auch dieses Mal wieder ihren Weg nach Düsseldorf gefunden. Der Rahmen spannt sich dabei vom 15. bis ins beginnende 20. Jahrhundert und ist mit wahren Juwelen gespickt. Hervorzuheben ist eine veneto-kretische Ikone aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert mit der Gottesmutter Hodegetria und dem Christusknaben (Schätzpreis 40.000 Euro) sowie ein auffallend schönes Tabletka (Schätzpreis 2.300 Euro) aus der Zeit um 1700 – eine beidseitig bemalte Ikone, die die Heiligen und die Feste des Monats Juni auf einem eher kleinen Format dicht gedrängt vereint. Der momentan noch sehr moderate Schätzpreis wird in der Auktion erwartungsgemäß ein Vielfaches erzielen.
Von profanen Trinkgelüsten und rauschenden Festen zeugt dagegen eine große Bratina (Schätzpreis 4.000 Euro) mit den sechs zugehörigen Kowschi aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert – ein großes bowle-artiges Behältnis mit den entsprechenden Trinkgefäßen. Aus vergoldetem Silber gefertigt und flächendeckend mit Email verziert, ist dieses Ensemble ein Erzeugnis des bedeutenden Moskauer Hoflieferanten Pawel Owtschinnikow. Auch bei diesem Los ist ein weitaus höherer Erlös zu erwarten. Ein monumentaler Tafelaufsatz aus Glas mit einer massiven Silbermontierung aus dem Hause Fabergé (Schätzpreis 55.000 Euro) ist derart prunkvoll, dass er durchaus der Tafel der Zaren würdig gewesen wäre. Um das Spektrum der großen Namen in der Auktion abzurunden, darf Franz Alekseewitsch Roubaud (Schätzpreis 58.000 Euro), natürlich nicht unerwähnt bleiben. Er wird mit einem für ihn typischen Gemälde vertreten sein, das Kosakenreiter beim Überqueren eines Flusses zeigt. Resumé: Himmlisch gut.

 

 

Vorbericht zur 60. & 61. Auktion:

KUNST & ANTIQUITÄTEN | 50 MEISTERWERKE

Freitag, 17. September 2015 | Samstag, 18. September 2015

 

Meisterliches Angebote
Hargesheimer Kunstauktionen ist auf dem Vormarsch – und das mit großen Schritten. So werden in der Auktion KUNST & ANTIQUITÄTEN vom 17.-19. September sage und schreibe mehr als 1800 Objekte aufgerufen, die nicht nur quantitativ, sondern auch in ihrer Qualität überzeugen. Durch große Sammlungen und viele private Nachlässe konnte ein exquisites Angebot zusammen getragen werden, das am Samstagabend in der Sonderauktion 50 MEISTERWERKE gipfelt.
Neben einem großen Angebot an konservativ geschätzten Barock-Möbeln, ist vor allem der Skulpturen-Bereich mit rund 300 Losen mehr als gut bestückt. So kommen viele mittelalterliche Arbeiten aus Holz und feine Elfenbein-Schnitzereien neben einer Vielzahl von Bronzen zum Aufruf. Unter diesen finden sich einige Tierdarstellungen, wobei eine besonders feine Arbeit von Hans Guradze (1861-1922(?)) stammt. Seine vollplastische, hell patinierte Plastik eines Jockeys auf seinem Pferd schuf der Künstler um 1900 während seines Aufenthaltes in Berlin (Limit 5.500 Euro).
Die Gemälde der Düsseldorfer Malerschule zählen schon seit Anbeginn zu den Spezialgebieten des Hauses Hargesheimer und so finden sich auch dieses Mal viele der großen Namen in der Auktion wieder. Neben Arbeiten von Gregor von Bochmann (‚Estnische Bauern‘, Limit: 800 Euro), Hugo Mühlig (‚Feime bei Flingern‘, Limit: 1.000 Euro) und des Nazareners und Ittenbach-Kollegen Ernst Deger (‚Maria in den Wolken‘, Limit: 550 Euro), findet sich auch eine wunderbar leichte Ölstudie Andreas Achenbachs, die zur Planung seines Hauptwerkes ‚Wassermühle‘ aus dem Jahre 1868 angelegt wurde (Limit 800 Euro).

Die Auktion 50 MEISTERWERKE, die im Anschluss an die KUNST & ANTIQUITÄTEN zum Aufruf kommt, wartet mit Highlights aus allen klassischen Bereichen auf und reflektiert eine Zeitspanne vom 14. bis ins 20. Jahrhundert. Um 1340 wurde die hochbedeutende Elfenbeinskulptur der thronenden Madonna mit dem Christusknaben gefertigt, die durch ihre durchdachte Komposition und aparte Schnitzerei überzeugt. Die Madonna, die durch einen schmuckvollen Nischenaltar des 19. Jh. ergänzt ist, weist französische Einflüsse auf, stammt aber wohl von einem Bildschnitzer aus der Toskana, der auf Grund der Qualität hohes Ansehen genossen haben muss (Limit 4.000 Euro).
Wirklich monumental ist die Großskulptur aus Bronze ‚Adam und Eva‘ des Kölner Bildhauers Peter Breuer (1856-1930), die mit einer Höhe von 150 cm ihresgleichen auf dem Auktionsmarkt sucht. Im Moment nach der Vertreibung aus dem Paradies spenden sich Adam und Eva, eng umschlungen und in geduckter Haltung, Schutz und Trost und symbolisieren so die Menschlichkeit. Der angesetzte Limitpreis von 12.000 Euro wird sich bei diesem musealen Werk wohl vervielfachen.
In der Silberschmiede J.L. Schlinghoff in Hanau wurde Ende des 19. Jh. ein äußerst imposanter Tafelaufsatz aus Silber geschaffen, der mit einem Durchmesser von knapp 50 cm eine Tafel von enormen Ausmaß geziert haben muss. Die plastische Bekrönung mit dem heiligen Hubertus in Begleitung eines Hirsches ist von äußerster Qualität (Limit 18.000 Euro).
Zu Beginn des 20. Jh. war die Tänzerin Ida Rubinstein eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Pariser Künstlerszene. Die Exil-Russin machte sich vor allem im ‚Ballets Russes‘ einen Namen und diente so zahlreiche Künstlern als Muse. Hargesheimer bietet ein prachtvolles Porträt an, auf dem Ida Rubinstein mit reichem Federschmuck zu sehen ist. Es wurde vom Pariser Maler Antonio de la Gandara (1862-1917) angefertigt und stammt aus der Familie des Künstlers (Limit: 14.000 Euro).
Ein weiteres Highlight ist die lichtdurchflutete Bachlandschaft Walter Opheys (1882-1930), die mit ihrem impressionistischen Pinselstrich und den zarten Farben verzaubert. Bereits 1908 wurde diese in einer großen Wuppertaler Ausstellung gezeigt und gelangte über den Handel in den 80er Jahren in die jetzige Privatsammlung. Limitiert mit 2.000 Euro verheißt auch dieses Gemälde ein spannendes Bietgefecht und reiht sich so in das Angebot der Auktion 50 MEISTERWERKE ein.

 

 

Vorbericht zur 59. Auktion:

SCHMUCK | JUWELEN & ARMBANDUHREN

Samstag, 30. Mai 2015

 

Saphir, Saphir, das wünsch ich mir...
Im vergangenen Dezember kam der Schmuck bei Hargesheimer Kunstauktionen erstmalig einen eigenen Katalog und wurde losgelöst von der Auktion KUNST & ANTIQUITÄTEN versteigert. Dass dieses Konzept funktioniert, haben die überaus erfolgreichen Zuschläge und die begeisterte Resonanz der Kunden bewiesen. Nun also wartet die Schmuck Offerte wieder mit einer interessanten Auswahl und spannenden Highlight auf.
Aus der Zeit des Art-Déco stammt neben feinen Diamant-Colliers und –Ringen u.a. auch eine besondere Brosche, die mit ihrem geometrischen Dekor auf ovaler Grundform besticht. Die drei zentralen Diamanten im Altschliff fügen sich perfekt zwischen die geraden Linien und messen zusammen 3,2 ct. Die 5,5 cm lange Brosche ist mit 78 weiteren, facettierten Diamanten besetzt und kommt mit einem Preis von 5.500 Euro zum Aufruf.
Der fein durchbrochen gearbeitete Diamantanhänger, der zentral mit einem Brillanten geschmückt ist, ist befestigt an einer feinen Kette aus Flussperlen. Seinerzeit war diese kunstvoll gearbeitete Kette das Meisterstück ihres Goldschmiedes und fasziniert durch ihre schlichte Eleganz (2.200 Euro). Ein weiterer prachtvoller Halsschmuck ist das Collier, das mit zahlreichen Diamanten von zusammen 17,4 ct in floraler Dekoration besetzt ist und zentral mit einem ovalen Saphir von 13,84 ct auftrumpft. Es strahlt eine angenehme Leichtigkeit aus und ist an Anmut kaum zu übertreffen (Limit 9.500 Euro).
Aus dem reichen Angebot an Uhren sticht eine Brillant-Damenarmbanduhr von Cartier heraus. Die in Weißgold gearbeitete Armbanduhr ist seitlich mit insgesamt 82 Brillanten besetzt und mit einem Lederband versehen. Die elegante Uhr ist ein Klassiker und durch den üppigen Diamantbesatz erhält sie ein unverwechselbares Erscheinen (Limit 12.500 Euro)
Beispielhaft für eine interessante Sammlung an antikem Schmuck, der größtenteils im Kölner Münzkabinett erworben wurde, soll der goldene Ring mit einer Karneolgemme stehen. Das filigrane Stück ist mit der Darstellung eines Widders verziert und beweist, dass die Damen auch schon zu römisch antiken Zeiten einen Sinn für Preziosen hatten (Limit 800 Euro).

 

 

Vorbericht zur 58. Auktion:

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Samstag, 30. Mai 2015

 

Von Null auf ZERO
Die vibrierende Kunstszene im Düsseldorf der Nachkriegszeit mit der Akademie in ihrem Mittelpunkt brachte viele große Künstler hervor, deren Namen heute zu den Bestbezahltesten auf dem internationalen Kunstmarkt gehören. Alles auf Anfang und von der Vergangenheit unbelastete Kunst schaffen – unter diesem Leitgedanken gründeten Heinz Mack und Otto Piene 1958 die Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO, zu der später auch Günther Uecker hinzutrat. Alle drei Künstler, und zahlreiche weitere Vertreter dieser aufregenden Zeit, sind auch diesmal wieder in der Auktion MODERNE & ZEITGENÖSSICHE KUNST bei Hargesheimer vertreten.
So kommt mit ‚Die Segel‘, ein Werk der dritten Station von Heinz Macks ‚Sahara Edition‘ von 1972/75 zum Aufruf, die mit 500 Euro einen sehr moderaten Aufrufpreis hat. Neben Otto Piene ist auch Günther Uecker u.a. mit seinem ‚Nagel‘ von 1983, einer Mischtechnik auf Velin (Limit 800 Euro) in der Offerte vertreten.
Ein Abbild des städtischen Raums zu schaffen, das ist der Gedanke hinter den Werken von Karl Grunschel, der in Siegburg lebt und arbeitet. Er entwickelte eigens eine Technik, mit der er die Muster von städtischen Pflastersteinen in seine Kunst übertragen kann. Mit seinem ‚Stadtbild‘ kommt ein zweiteiliges Lot zum Aufruf, das aus einer Mischtechnik auf Bütten besteht, auf deren Grundlage sich das entsprechende Edelstahl-Objekt ergeben habe, so Grunschel. Die zusammengehörigen Elemente werden mit einem Startpreis von 3.900 Euro aufgerufen.
Auch in der Pop Art ist Hargesheimer gut bestückt, so kommt neben zahlreichen Farbserigraphien von Andy Warhol und Keith Haring, mit ‚Tuff Love‘ ein Werk des New Yorkers James Rizzi zum Aufruf. Der für seine kindlich-naiven Arbeiten bekannte Künstler wird mit 2.800 Euro aufgerufen.

 

 

Vorbericht zur 57. Auktion:

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

Samstag, 18. April 2015

 

Von Engeln und ihren Hymnen
Die Engelschar, die sich im Lobgesang um Jesus Christus, Gottvater und den Heiligen Geist versammelt hat, überreicht dem Sohn Gottes im Bischofsgewand die Heiligen Gaben von Brot und Wein. Eine symbolträchtige, aber dennoch äußerst seltene Darstellung des ‚Großen Einzugs‘ in der göttlichen Liturgie der Ostkirche, die sich hier auf der sehr gut erhaltenen kretischen Ikone aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert wiederfindet.
Die monumentale Größe (62 x 52 cm) und die beeindruckende Qualität der Malerei haben dieses museale Werk u.a. schon in eine Ausstellung des Andrey Rubleov Museums in Moskau geführt. Nun freut sich Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf, die Ikone, die zum ersten Mal auf den Kunstmarkt gelangt, im Rahmen der Auktion RUSSISCHE UND GRIECHISCHE IKONEN am 18. April anbieten zu können (65.000 Euro).
Kommen am Morgen in der gut bestückten Offerte weitere griechische und russische Ikonen zum Aufruf, liegt der Schwerpunkt am Nachmittag in der Auktion RUSSISCHE KUNST auf Kunsthandwerk (u.a. Fabergé), Porzellan und Silber aus Russland. Als Highlight sei hier ein doppelhenkeliger Eis-Behälter von Vladimir Akimov, der in Moskau zwischen 1908-1917 entstanden ist, genannt (11.000 Euro).

 

 

Vorbericht zur 56. Auktion:

MITTELALTERLICHE MINIATUREN & BUCHMALEREI. EINE PRIVATSAMMLUNG

Samstag, 21. März 2015

 

Minutiös

In der Sonderauktion MITTELALTERLICHE MINIATUREN & BUCHMALEREI am 21. März 2015 kommen bei Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf knapp 50 Positionen aus einer Rheinischen Privatsammlung mit seltenen Buchmalereien aus dem 10.-16. Jahrhundert zum Aufruf.
Es war die Absicht der alten Buchmaler die Heiligkeit des Wortes Gottes zu verbildlichen, was sich nicht nur in feinen Minuskeln, in geschickter und detailreicher Komposition, sondern auch in der Verwendung wertvoller Materialien manifestierte. Nur in ausgewählten Bibliotheken und Museen kann man heute diese Werke einer vergangenen Zeit noch bestaunen – auf dem Kunstmarkt sind sie eine echte Rarität.
Umso erfreulicher, dass nun eine außergewöhnliche Privatsammlung bei Hargesheimer in Düsseldorf offeriert werden kann. Um den Blättern die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen, entschloss sich das Haus der Sammlung an marktfrischen Arbeiten eine eigene Auktion zu widmen.
Unter anderem werden Fragmente aus Mess- und Chorbüchern, Evangeliaren, liturgischen Handschriften und Stundenbüchern, die zum großen Teil, trotz ihres ‚biblischen‘ Alters, in außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand sind, angeboten. Frau Dr. Christine Beier, Universität Wien, hat die Werke im Original begutachtet und bestätigt ihren Seltenheitscharakter.

 

 

Vorbericht zur 55. Auktion:

KUNST & ANTIQUITÄTEN

Freitag, 20. März 2015| Samstag, 21. März 2015

 

Wie aus 1001 Nacht

Die Auktionssaison wird im Hause Hargesheimer am 20. März mit der Auktion KUNST & ANTIQUITÄTEN eröffnet. Diese wartet wie üblich mit einem breiten Angebot an Warengruppen auf und wird dieses Mal durch eine umfangreiche Sammlung an Schriften zur Pfalz ergänzt. Hier finden sich unter anderem Bücher, Veröffentlichungen und Zeitungen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und sich ausschließlich mit der Pfalz und Pfälzer Themen beschäftigen. Mit dieser mühevoll zusammengetragenen Sammlung werden Liebhaber antiquarischer Bücher sicherlich auf ihre Kosten kommen.
Im Bereich des 19. Jahrhunderts kommen mit Hugo Mühlig (1854-1929) und Andreas Achenbach (1815-1910) natürlich wieder zwei feste Größen der Düsseldorfer Malerschule zum Aufruf und werden unter anderem von einem monumentalen Werk von Gustave Housez (1822-1894) begleitet, auf dem Eurykleia den heimgekehrten Odysseus erkennt (12.000 Euro).
Ein barocker Kugelfußhumpen aus Augsburg aus der Mitte des 17. Jahrhunderts (3.500 Euro) bildet ein Highlight aus der Silber-Offerte.
Im gut bestückten Bereich der Asiatika sticht eine feuervergoldete Bronze des sitzenden Tara (2.500 Euro) hervor, die um 1800 in Tibet geschaffen wurde und den Heiligen im Diamantsitz zeigt.
Mit Märchen aus ‚1001 Nacht‘ verzaubert eine große Sammlung an Meissener Porzellan in feinster Malerei und bester Qualität. Die durchdacht zusammengestellten Konvolute sind sehr attraktiv bepreist.