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Auktions-Rückschau

 

Erlös 33.500 Euro

 

Erlös 30.000 Euro

 

Erlös 35.000 Euro

 

Erlös 37.500 Euro

 

Erlös 28.750 Euro

 

Nachbericht

 

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

(07.-08. April 2017)

 

Erbitterte Gefechte um edelste Ikonen

 

Die Frühjahrsauktion zu bedeutenden russischen & griechischen Ikonen sowie russischer Kunst im Hause Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf konnte sich am 7. und 8. April wieder einmal das geballte und weltweite Interesse aller Ikonenliebhaber sichern. Das reiche Spektrum der angebotenen Ikonen konnten über alle Bereiche hinweg große Erfolge verzeichnen – sowohl griechische und Ikonen in Feinmalerei als auch Ikonen mit edlen Silberokladen wurden eine nach der anderen zugeschlagen. Im ausdauernd gefüllten Saal herrschte eine äußerst spannungsvolle als auch familiäre Atmosphäre, welche die Auktion wieder einmal zu einem besonderen Spektakel werden lies.

Unter den griechischen Ikonen konnte eine sehr feine Ikone mit der Gottesmutter Eleusa aus dem 16. Jahrhundert überzeugen. Die Malerei auf Goldgrund mit ornamental punzierten Nimben besticht mit reicher Chrysographie Verzierung des Gewandes. Die liebevolle Zuneigung des Typus` symbolisiert das höchste Zeichen der Liebe Gottes für die Menschheit (Erlös 33.500,- €).

Das gesteigerte Interesse russischer Oligarchen galt edlen Ikonen mit Okladen. Darunter eine Ikone mit dem Heiligen Onuphrius Kiewski mit Reliquie und Vermeil-Oklad. Diese zeigt eine frontale Darstellung des Heiligen im Mönchsornat. Das Oklad aus getriebenem und vergoldetem Silber ist kräftig reliefiert getrieben und fein ziseliert gearbeitet Bereits im Vor-feld der Auktion hatten sich zahlreiche Bieter für telefonische Gebote registrieren lassen. Zusammen mit Saalbietern und internationalen Interessenten aus dem Internet konnte der Limitpreis um das sechzigfache auf einen Erlös von 30.000,- € gesteigert werden.

Die äußerst seltene und monumentale Darstellung mit der Überführung der Gebeine des Heiligen Nikolaus von Myra nach Bari zeigt einen differenzierten Bildaufbau. Im Vordergrund wird der Auszug des Sarkophages mit der Reliquie des heiligen Nikolaus von Myra in einer großen Prozession gezeigt. Der obere Bildbereich thematisiert die Überführung über das Meer von Myra und das Anlegen des Schiffes. Nach der Evakuierung der Stadt Myra vor ihrer Eroberung durch seldschukische Truppen 1087 raubten süditalienische Kaufleute die angeblichen Gebeine aus der Grabstätte des Heiligen in der heute noch bestehenden St.-Nikolaus-Kirche in Demre. Sie brachen den Sarkophag auf und überführten die Reliquien ins heimatliche Bari. Die Reliquien befinden sich in der eigens errichteten Basilika San Nicola (Erlös 35.000,- €).

Das wahre Highlight der Auktion wurde am zweiten Tag mit Spannung erwartet. Die internationalen Bieter im Saal, an den Telefonen und im Internet kämpften um die Ikone mit dem Mandylion (Das nicht von menschenhand geschaffende Antlitz Christi), welche von Wasily Kozmin 1687 gerfertigt wurde. Dass eine so frühe Ikone bewusst datiert und signiert wurde, ist wahrlich von Bedeutung. Die Darstellung zeigt vor einem dunklen Hintergrund das Antlitz Christi auf einem weißen, undekorierten Tuch, das in den oberen Ecken geknotet ist. Der ernste Blick Christi ist auf den Betrachter gerichtet. Die Inschrift am oberen Rand lautet 'Christus, unser Gott, jeder hofft auf Dich, dass er nicht enttäuscht werde'. Sowohl ikonographisch als auch stilistisch lehnt sich diese Ikone eng an die Vorbilder von Simon Uschakows, einem der führenden Ikonenmaler des 17. Jahrhunderts, an. Wasily Kozmin schuf Arbeiten für den Zaren und gemeinsam mit Gurij Nikitin meh-rere Ikonen für den Zarenpalast. Die überragende Qualität seiner Arbeiten wurde mit einer Auszeichnung durch den Zaren im Jahr 1676 honoriert. Bis zum Schluss fochten ein Saalbieter und ein Telefonbieter wahrlich erbittert um die qualitätsvolle Rarität. Letztendlich durfte sich der Saalbieter passend zum Osterfest für 37.500,- € über das museale Stück freuen.

     

Erlös 15.000 Euro

 

 

Erlös 24.300 Euro

 

 

Erlös 25.000 Euro

 

 

Erlös 32.500 Euro

 

Nachbericht

 

KUNST & ANTIQUITÄTEN

(10.-11. März 2017)

 

Von französischer Finesse und königlichen Kostbarkeiten

 

Zwei spannende und erfolgreiche Auktionstage am 10. und 11. März 2017 leiteten bei Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf das Auktionsjahr 2017 ein. Gut gefüllt präsentierte sich an beiden Tagen der Auktionssaal. Den vor Ort anwesenden Bietern standen zahlreiche internationale telefonische Bieter als auch Mitbieter im Internet gegenüber.

Hochwertiges Kunsthandwerk und Kunstgewerbe ging am ersten Versteigerungstag über die Bühne. Höchstpreise er-zielten hier zwei bedeutende Exemplare französischer Kunst-produktion. Eine Überraschung bot erlesenes und seltenes französisches Porzellan des 18. Jahrhunderts. Zwei Schalen mit rosafarbenem und türkisfarbenem Fond und floralen goldradierten Reserven zeigen in feiner Malerei Landschaftsansichten sowie ausgefallene Darstellungen mit Federvieh. In-ternationale Bieter fochten sowohl online als auch am Telefon erbittert um das Los und steigerten den Limitpreis um mehr als das 120-fache. Die Schalen brachten einen Erlös von 15.000,- € Erlös. Bei diesem regen Interesse mag die Vorstel-lung gefallen, Ludwig XVI. habe aus den Schalen gespeist.

Einige Revolutionen, das erste Kaiserreich und die Restauration später entstand die meisterliche Napoleon III.-Kommode mit geschwungenem Korpus, passig geschweifter Front und Seiten sowie korrespondierender Deckplatte. Das Stück beeindruckt durch prunkvolle Applikationen in Rocaillen- und Muschelform sowie mit Frauenbüsten. Mit einem Erlös von 24.300,- € war die Kommode ein wahrliches Highlight der angebotenen Möbel.

Der zweite Auktionstag bei Hargesheimer stand ganz im Zei-chen der Malerei. Sowohl die Alten Meister als auch die Ge-mälde des 19. Jahrhunderts konnten reges Interesse ver-zeichnen und den Auktionsaal füllen, als auch die Telefone und Internetleitungen heiß laufen lassen.

Das Gemälde des Landschaftsmalers Wladyslaw Aleksander Malecki zog bereits vor der Auktion alle Aufmerksamkeit auf sich und lockte auch einige Besucher aus Polen zur Vorbe-sichtigung. Der Künstler Malecki zählt zu den wichtigsten Vertreter der realistischen polnischen Landschaftsmalerei. Die idyllische Landschaft mit Gehöft zählt zum beliebten Bildmotiv des Künstlers, dessen Schaffen erst nach seinem Tod die entsprechende Anerkennung erfuhr. Heute hängen seine Werke in den wichtigsten polnischen Häusern, etwa in den Nationalmuseen in Warschau und Krakau. Mit einem Erlös von 25.000 € erzielte das Gemälde einen Top-Zuschlag für den Künstler.

Einen krönenden Abschluss erreichte die Auktion mit der Versteigerung einer prächtigen Tafel der Anbetung der Heili-gen drei Könige. Für 32.500,- € darf der neue Besitzer nun in den Genuss dieses beliebten Motives des 16. Jahrhunderts der Niederlande kommen, welches in feinster Weise ausge-führt wurde. Bei den Künstlern besonderer Beliebtheit erfreute sich die biblische Erzählung der Anbetung, da sie sich zur prachtvollen Ausschmückung der Szenerie eignete und so auch hier kostbarste Stoffe und Materialien zeigt. Die angebotene Tafel folgt einem vielfach zum Einsatz gekommenen Bildschema, von dem verschiedene Varianten erhalten sind. Die Kompositionen gehen ursprünglich vermutlich auf den niederländischen Maler Pieter Coecke van Aelst (1502-1550) zurück, welcher in Antwerpen ein Atelier führte.

     

Erlös 14.300 Euro

 

 

 

Erlös 7.500 Euro

 

 

 

Nachbericht

 

SCHMUCK, JUWELEN & TASCHENUHREN

(10. Dezember 2016)

 

Weißgoldene Weihnachten

 

Den Abschluss für das Jahr 2016 im Hause Hargesheimer machte eine reizvolle Auktion zu Schmuck, Juwelen und Taschenuhren mit rund 800 erlesenen Preziosen. Die funkelnden Schmuckstücke ließen weltweite Bieter zusammenkommen, die mit Sicherheit das ein oder andere Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen werden.

Auch wenn das Wetter nicht danach aussieht, wird zumindest modisch mit der Handtasche von Emil Brenk aus Pforzheim für weißgoldene Weihnachten gesorgt. So zeigt sich, dass Pforz-heim, welches um 1900 das weltweit größte Zentrum der Schmuckfertigung war, nach wie vor für hochwertigste Schmuckstücke steht. Mit der feinen Clutch aus Weißgold im Flechtdekor wird die neue Besitzerin für 14.300,- € modisch und elegant für die Feiertage gerüstet sein.

Der historische Schmuck fand ebenfalls eine Vielzahl an Liebhabern, so beispielsweise der englischer Trauerschmuck, auch ‚Memory-Schmuck‘ genannt. Ein solcher historischer Ring mit zwei Altschliff-Diamanten und ovalem Bergkristall aus England mit eingelegtem Gold-Monogramm konnte seinen Limitpreis mehr als verzehnfachen und erlöste 1.600,- €.

Eine Plique-à-jour Jugendstil-Brosche in stilisierter und durchbrochen gearbeiteter Blatt- und Blütenformen zeigt wie beliebt nach wie vor der Jugendstilschmuck ist. Mit dem violett-grünem Email und amethystefarbenen Steinen lässt die Brosche bereits an den Frühling denken, dessen kommende Auktion bereits in vollen Zügen vorbereitet wird.

     

Erlös 11.800 Euro

 

Erlös 9.300 Euro

 

Erlös 8.100 Euro

 

Nachbericht

 

MODERNE KUNST (09. Dezember 2016)

 

Spieglein, Spieglein an der Wand...


Die vorweihnachtliche Auktion zu moderner und zeitgenössischer Kunst im Hause Hargesheimer zeigte mit der Kunst der europäischen Nachkriegsjahre eine facettenreiche Offerte.

Für maximales Aufsehen sorgten die minimalistischen Arbeiten des polnischen Künstlers Henryk Stazewski (1894 -1988). Die Arbeiten der geometrischen Abstraktion in typischer Gestaltung mit klaren Linien und Einzelflächen, lockten die internationalen Bieter an die Telefone und ließen den Limitpreis der Komposition ‚Nr. 49‘ von 2.000,- € auf 11.800,- €* klettern.

Hartwig Ebersbach künstlerische Entwicklung zeigt eine Hinwendung zu einem wilden und plastischen Farbauftrag mit einer zunehmenden Auflösung des Bildmotivs. In den 1970er Jahre entsteht zudem als Alter Ego das Motiv des Kaspers – der Figur des volkstümlichen Puppentheaters mit ihrer Narrenfreiheit. Ein expressives Werk aus dieser Reihe wechselt für 9.300,- € den Besitzer.

Adolf Luther (1912 - 1990) präsentierte sich mit einem Werk der Optical Art als einen Hauptvertreter dieser Kunstgattung. Seine Arbeit aus 16 gewölbten Spiegeln zeigt deutlich die Auseinandersetzung mit Lichtbrechung und Spiegelungseffekte, die außerbildliche Phänomene, wie Licht, Raum und Bewegung deutlich machen soll und erlöste 8.100,- €.

     

Erlös 78.800 Euro

 

Erlös 12.500 Euro

 

Erlös 20.000 Euro

 

Erlös 25.000 Euro

 

Erlös 47.500 Euro

 

Erlös 25.000 Euro

 

Nachbericht

 

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN

(04.-05. Dezember 2016)

 

Ein Zuschlag jagte den nächten

 

Der mit Leidenschaft betreute Spezialbereich ‚Bedeutende Russische und Griechische Ikonen & Russische Kunst‘ im Hause Hargesheimer in Düsseldorf hat wieder einmal eine spannungsvolle und ausdauernde Auktion beschert. Der Auktionssaal war gefüllt mit Bietern aus aller Herren Länder, von Frankreich über Griechenland bis Russland und dem Libanon. Per Telefon und über das Internet war Hargesheimer weltweit mit Ikonenliebhabern verbunden.

Ein Zuschlag jagte den nächsten und machte die Auktion ebenso erfolgreich wie auch die Hasenjagd von Nikolaj Iwanowitsch Lieberich. Die Bronzefigur, die auch den Kata-logumschlag zur russischen Kunst zierte, erlöste bereits zu Beginn der Auktion 20.000,- €.
So ruhig und idyllisch wie der Waldsee von Nikolai Petro-vitsch Bogdanoff-Belsky war die Auktion keineswegs. Die impressionistische Landschaft erlöste 25.000,- €.
Ein seltenes fünfteiliges Cloisonné-Email-Trinkset rief auch zahlreiche Liebhaber des erlesenen russischen Kunsthandwerks auf den Plan. Der feine Dekor auf den schiffchenförmigen Wandungen mit Blattranken in schattiertem Cloisonné-Email auf punziertem Fond ließ die Bieter ausdauernd bis 12.500,- € kämpfen.

Das umfangreiche Angebot von rund 1.300 Ikonen mit raren Spitzenwerken, wie einer frühen Moskauer Ikone des 16. Jahrhunderts aus einer altdeutschen Sammlung mit der Gottesmutter Smolenskaja, brachte die Bieter in eine wahrliche Biet-Ekstase. Mit rund zehn Telefonbietern sowie Interessenten im Saal und online schnellte der Limitpreis von 4.000,- € rasant in die Höhe und konnte nach ausdauerndem Bietgefecht erst bei 78.700,- € Erlös gebremst werden.
Die hohe Anzahl der Heiligen und Propheten auf einer großen Reiseikonostase, bestehend aus 15 Flügeln mit dem thronenden Christus in der Mitte, rief beinahe ebenso viele Interessenten auf den Plan und erlöste 47.500,- €.  
Das feine Tabletka mit der Wiedergabe äußerst seltener Themen -  der Erweckung des Lazarus und des im Tempel lehrenden Christus -  konnte zeigen, dass sich der Ikonen-markt entgegen der häufigen Meinung steil nach oben bewegt. 1991 vom Besitzer für 450,- DM erstanden, konnte das Kleinod für beachtliche 25.000,- € verkauft werden.

So wurde nach Abschluss der zwei ausdauernden Auktionstage mit hitzigen Gefechten und wahren Spitzenzuschlägen am späten Samstagabend feierlich auf die insgesamt erfolgreichste Auktion seit Bestehen des Hauses angestoßen.

     

Erlös 49.000 Euro

 

Erlös 47.500 Euro

 

Erlös 21.200 Euro

 

Erlös 38.700 Euro

 

Erlös 42.500 Euro

 

Erlös 33.700 Euro

 

Erlös 45.000 Euro

 

Nachbericht

 

KUNST & ANTIQUITÄTEN | AUSGEWÄHLTE MEISTERWERKE (22.-24. September 2016)

 

Das Glück flog durch den Auktionssaal

 

Über drei ausdauernde Tage wurde bei Hargesheimer Kunstauktionen erfolgreich die Herbstsaison eingeläutet. Der Auktionssaal zeigte sich fortlaufend gefüllt und bot sich mit den internationalen Bietern am Telefon sowie im Internet beharrliche Bietgefechte.

Als besonders starken Bereich präsentierten sich die Asiatika, die mit hoher Qualität zahlreiche asiatische Bieter aus aller Welt auf den Plan riefen. Mit den vielfachen Drachenmotiven als Glückssymbol schien der Erfolg für die Auktion regelrecht durch den Saal zu fliegen. Der feine Reliefdekor eines Weihrauchbrenners mit Drachen zwischen Wolkenmotiven aus einer süddeutschen Privatsammlung darf nun für 38.700,-€ seinem neuen Besitzer Glück bringen.
Ebenso überzeugte ein feines Paar famille rose-Deckelvasen die Bieter. Die gebauchten, mittig vertikal eingezogenen Vasen sind umlaufend in feiner Malerei mit spielenden Knaben dekoriert. Den Stand, den Hals und die Mündung zieren feine Blattranken in Rot und Blau. Mit einem moderaten Limitpreis von 800,-€ angeboten konnten diese Vasen die höchste preisliche Steigerung erzielen und wurden nach ausdauerndem Bietgefecht für 47.500,-€ versteigert.
Das Titelmotiv des Kataloges, die bedeutende Figur des Damchen Garwa Nagpo, fand ebenso einige Liebhaber. Die Gottheit aus vorbuddhistischer Zeit erlöste 21.200,-€.
Besonderes Augenmerk wurde auf eine große Vase mit Drachen-dekor gelenkt. Der auf der Wandung in Friesen und geschweiften Kartuschen ausgeführter Dekor zeigt feine Blattranken sowie Drachen mit fünf Klauen zwischen Blumenmotiven. Auch hier kämpften sich die Bieter nach oben und steigerten den Preis auf beachtliche 48.700,-€.

Am letzten Auktionsabend wurde mit ausgewählten Meisterwerken die 70. Auktion des Hauses begangen, die sowohl Saalbieter als auch international zugeschaltete Bieter in den Bann zogen.
Besonders fesselnd zeigte sich die idyllische Darstellung einer Ideallandschaft bei Tivoli von Ludwig Philipp Strack. Das Meisterwerk mit einer Stellungnahme von Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan wurde hart umkämpft. So kann sich der neue Besitzer nun für 33.700,-€ an der musizierende Gruppe mit lauschendem Publikum vor einem rauschenden Wasserfall erfreuen.
Ebenso reizvoll zeigten sich die in zarten und fein aufgetragenen Pastelltönen kreierten eleganten Damen im Rosengarten des Porträtmalers Albert Lynch. So wie die unbeschwert lustwandelnden Damen in feinsten Kleidern aus leichten, transparenten Chiffon- und Plissée-Stoffen die prachtvollen Rosenblüten bewundern, darf sich nun auch der neue Besitzer für 45.000,-€ von den Damen selbst bezaubern lassen.
Auch das Kunsthandwerk konnte einige stärken beweisen. Eine monumentale Gedenkvase von Meissen zur Silberhochzeit des Fürsten Otto Friedrich von Schönburg mit Pamela Labunska ist mit prunkvollen Volutenhenkeln mit Maskarons in Form von goldradierten männlichen Masken gearbeitet und zeigt Ansichten des Grünfelder Park vor Waldenburg. Die Vase mit feiner Malerei nach Darstellungen des Landschaftsmalers Johann Christian Klengel (1751-1824) konnte 31.200,-€ erlösen.
Ein erst vor kurzer Zeit in Deutschland wiederentdecktes Gemälde konnte am späten Abend ebenfalls auftrumpfen. Ein Porträt aus dem Besitz Arthur Ferdinand Hamanns, eines lettländischen Rechtsanwalts, der 1944 mit seiner Familie nach Hamburg emigrierte und eine bedeutende Sammlung russischer Kunst mitnahm zeigt den russischen Staatsmann und Schriftsteller Michail Nikitisch Murawjow (1757 - 1807). Der französische Maler Jean Laurent Mosnier wurde 1802 nach St. Petersburg eingeladen, um an der Kunstakademie zu unterrichten und schuf während seines Aufenthalts in Russland mehrere Bildnisse bedeutenden Persönlichkeiten der damaliger Zeit. Das Porträt darf für 42.500,- € wieder in das Entstehungsland zurückkehren.

     

Erlös 3.800 Euro

 

Erlös 17.500 Euro

 

Erlös 6.700 Euro

 

Nachbericht

 

SCHMUCK | JUWELEN & TASCHENUHREN

(04. Juni 2016)

 

Kostbarkeiten mit unvergänglichem Charme

 

Die frühsommerliche Auktion zu Schmuck, Juwelen und Taschenuhren im Hause Hargesheimer offerierte rund 500 mit Feinsinn und Sorgfalt zusammengetragene Stücke. Ein großes Publikum wurde in den Saal gelockt und ebenso zahlreiche internationale Bieter wurden an die Telefone gezogen, die für eine außerordentlich hohe Verkaufsquote sorgten.

Der exklusive Juwelier Nachlass aus Berlin sowie die Privatsammlung aus Düsseldorf Meerbusch fesselte die Interessenten, sodass diese restlos verkauft werden konnten. Aus der Privatsammlung ist ein elegantes Art-Déco Diamant-Armband mit feiner Durchbruch- und Millegriffe-Arbeit und insgesamt 90 Diamanten hervorzuheben. Zahlreiche Bieter wetteiferten in einem harten Bietgefecht um dieses strahlende Schmuckstück, welches mit einem Erlös von 5.000,- € den Limitpreis mehr als verzehnfachen konnte.

Insgesamt überzeugten besonders die Kostbarkeiten des Art-Déco mit ihrem unvergänglichen Charme, sodass die niedrig angesetzten Limitpreise um ein vielfaches gesteigert werden konnten. Ein besonderes Highlight war das Art-Déco Diamant-Collier mit Naturperle. Das feine Schaustück an einer Gliederkette zeigt ein edles Blattdekor und eine Schleife besetzt mit 54 kleinen Diamanten. An den Schleifenbändern hängen ein Diamant im Altschliff mit 1,43 ct. sowie eine natürliche Salzwasserperle von ca. 7,12 x 10,35 mm Größe. Die Kette darf nun für 6.700,- € das Dekolleté einer Dame schmücken.


Auch Liebhaber erlesener Armband- und Taschenuhren konnten wahre Schätze im Angebot der Auktion finden. Die historische Spindeluhr signiert mit ‚Lepine – Horloger du Roy‘ aus Frankreich ist auf der Rückseite mit feinster Malerei dekoriert und zeigt zwei Schafhirten mit einer jungen Magd. Schlag auf Schlag wetteiferten die Bieter hier um den Zuschlag und ließen den Erlös auf 3.800,- € klettern.

     

Erlös 37.500 Euro

 

Erlös 28.800 Euro

 

Erlös 10.000 Euro

        

Nachbericht

 

MODERNE KUNST

(03. Juni 2016)

 

Tierisches Spektakel

 

Die Auktion ‚Moderne und Zeitgenössische Kunst‘ lockte mit seiner vielfältigen Offerte viele Bieter in den Auktionssaal und lies ebenso zahlreiche internationale Kunstliebhaber am Telefon um die begehrten Werke buhlen, sodass der Zeitplan der Auktion ein gutes Stück nach hinten geworfen wurde.

Bereits die ersten drei Losnummern mit Keramiken Pablo Pi-cassos (1881-1973) entfachten einen starken Auftakt mit heißen Bietgefechten. Die unter der südfranzösischen Sonne in der Töpfereiwerkstatt Madoura gefertigten Stücke in limitierter Auflage bescherten Erlöse von bis zu 28.800,- €.

Zur sommerlichen Stimmung passte das Gemälde Fritz Burmanns (1892-1945), welches ein Liebespaar im Garten bei der Obsternte zeigt. In komplementären Farben angelegt, erstrahlt das Gemälde in rot-orange sowie blau-grün Tönen (Erlös 10.000,- €).

Unter den hochwertigen Skulpturen stach eine kleine Bronzefigur Jörg Immendorfs (1945-2007) hervor. Die Darstellung zeigt Joseph Beuys, der einen kleinen Affen mit einem Malpinsel an der Hand führt. Der Affe ist eine zentrale Symbolfigur und gleichermaßen ‚Alter Ego‘ des Künstlers. In zahlreichen Werken hat er das Motiv umgesetzt, wovon die angebotene nur 17,5 cm hohe Bronze für 8.800,- € den Besitzer wechselte.

Eine ebenso intensive Auseinandersetzung mit einem Tiermotiv zeigt sich bei Carl Hofer (1878-1955). Zahlreiche Gemälde und Skizzen zeigen Hundemotive. Von der Darstellung ‚Mann mit Hund‘ gibt es verschiedenste Ausführungen, wovon die expressive Variante mit leuchtenden komplementären Farben beachtliche 37.500,- € erlöste.

     

Erlös 75.000 Euro

 

 

 

Erlös 53.000 Euro

 

 

Erlös 25.000 Euro

 

 

Erlös 35.000 Euro

 

Nachbericht

 

BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN | RUSSISCHE KUNST

(15./16. April 2016)

 

Die Ikonenwelt dreht sich um Hargesheimer!

 

Ebenso wie der thronende Christus das Zentrum einer monumentalen Wochen-Ikone darstellt, wurde Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf am vergangenen Wochenende zum Zentrum weltweiter Ikonenliebhaber, die sich wie die Heiligen um den Christus im Auktionssaal versammelten. Bedeutende Ikonen in Hülle und Fülle wurden offeriert und überzeugten das bietfreudige Publikum wieder einmal mit herausragender Qualität. So zeigt sich, dass Hargesheimer Kunstauktionen sich zum Dreh- und Angelpunkt des weltweiten Ikonenhandels etabliert hat.

Die monumentale Wochen-Ikone des 18. Jahrhunderts zeigt sich unter dem Angebot von rund 1200 Stücken als Paradebeispiel feinster Ikonenmalerei mit individualisierten Gesichtern durch gezielt gesetzte Hochlichter. Dies sahen die internationalen Bieter ebenso und der neue Besitzer darf sich für 75.000,- € an der kombinierten Darstellung der sechs Schöpfungstage mit den sieben Tagen der Woche erfreuen.

Große Aufregung war zudem im Saal zu spüren als sich die Versteigerung der Losnummer 476 näherte. Nicht nur das Publikum vor Ort hielt sich bereit, auch zahlreiche Telefonbieter ließen die Hörer heiß werden, um das bedeutende Tabletka mit der Versammlung zu Ehren der Gottesmutter in ihren Besitz zu bringen. Die Ikone illustriert die einzelnen Strophen eines berühmten Weihnachtshymnus, der von dem Patriarchen Germanos von Konstantinopel (Patr. 715-733) verfasst wurde. Das seltene Stück rief ein ausdauerndes Bietgefecht auf den Plan, welches erst bei einem Erlös von 53.000,- € beendet wurde.

Ein weiteres Highlight ist die Ikone mit dem Heiligen Georg dem Drachentöter mit emailliertem Vermail-Oklad. Ebenso energisch wie der Heilige Georg dem unter den Hufen seines Pferdes liegenden Drachen seine Lanze rammt, zeigten sich auch hier die Bieter. Vermeiloklade zählen zu den besonderen Lieblingsstücken der Ikonensammler und -liebhaber. So erlöste das fein gearbeitete Stück rund 25.000,- €. Aus partiell vergoldetem Silber und hochplastisch gearbeitet besticht das Oklad mit differenzierten Ausführungen: das Pferd ist fein mattiert, der Brustpanzer und der Mantel des Heiligen sind in Matt- und Poliergold ausgeführt. Der Drache ist in Niello gearbeitet. Die Lanze ist vollplastisch appliziert. Den Nimbus des Heiligen zieren polychrom schattierte Blattmotive auf blauem Fond. Entlang des Randes sind umlaufende Blattbordüre im Relief gearbeitet.

Den Abschluss der zwei ausdauernden Auktionstage bildeten die russischen Künste. Hier zeigten sich insbesondere die Internetbieter sehr kaufstark. Wahrer Glanzpunkt war die kräftig getriebene Vermeil-Krone mit vier applizierten emaillierten Ovalmedaillons mit Christus, der Gottesmutter, Johannes dem Täufer und dem heiligen Nikolaus von Myra. Den Ansatz und die oberen bogenförmigen Bekrönungen zieren diamantierte Bänder und ein Blattfries. Dieses bedeutende Stück darf sich nun für 35.000,- € mit der Krone der Queen messen und findet einen neuen Besitzer in England.

     

Erlös 42.500 Euro

 

 

Erlös 15.000 Euro

 

 

 

Erlös 13.800 Euro

 

 

 

Erlös 41.300 Euro

 

 

Erlös 15.000 Euro

 

Nachbericht

 

KUNST & ANTIQUITÄTEN | PORTRÄTMINIATUREN AUS DEUTSCHEN SAMMLUNGEN

(18.-19. März 2016)

 

Schlag auf Schlag

 

Einen grandiosen Start in das neue Auktionsjahr konnte Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf am 18. Und 19. März 2016 verzeichnen. Die auf zwei Tage verteilte Auktion zu Kunst und Antiquitäten zählt zur erfolgreichsten des Hauses und verzeichnete über alle Warengruppen hinweg fabelhafte Erlöse sowie eine durchweg hohe Verkaufsquote. An beiden Tagen zeigte sich der Auktionsaal ausdauernd gefüllt und ebenso über das Internet und per Telefon ließen sich zahlreiche Bieter weltweit die hochwertige Offerte nicht entgehen.

Am ersten Auktionstag brillierte unter der feinen Auswahl an Uhren eine HORIZONTALE MEISTER-TISCHUHR von Konrad Michael Fischer aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Getreu dem Motto ‚Klein aber oho‘ konnte der über sechs feinen geflügelten Kugelfüßen nur 7 cm hohe Zeitmesser zahlreiche Liebhaber um sich scharen und seinen Limitpreis von 350,- € auf 7.800,- € Erlös steigern. Mit weitaus größeren Maßen begeisterten die Asiatika und präsentierten einem MONUMENTALEN BUDDHAKOPF von 52 cm Höhe. Das in grauem Schiefer fein modellierte Gesicht mit fein geschwungenen Augenbrauen erlöste rund 41.300,- €.

Der zweite Auktionstag widmete sich mit Skulpturen und Gemälden den Kerngebieten des Hauses. Hervorzuheben ist ein AQUAMANILE IN LÖWENFORM. Die qualitätsvolle Ausführung des Handwaschgefäßes lässt folgern, dass es sich um einen seltenen Nachguss eines Gießlöwen von Anfang des 16. Jahrhunderts handelt, der den Limitpreis um über das Zwölffache auf 4.700,- € ansteigen ließ.
Unter den Gemälden wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Diesmal mit alles anderem als üblen Folgen. Das Gemälde des Grazer Sezessionisten EMIL KRAUS nimmt eine wichtige Rolle im Oeuvre des sonst für seine Landschaftsdarstellungen und Stadtansichten bekannten Malers ein, und war dem neuen Besitzer 20.000,- € wert. Die Düsseldorfer Malerschule konnte sich ebenso mit beachtlichen Erlösen behaupten. HUGO MÜHLIGS winterliches Gemälde ‚Nach der Treibjagd‘ erzielte 13.800,- € und PAUL VON FRANKEN, der als Maler des Kaukasus bekannt wurde, erzielte mit seiner Darstellung einer Kravane 15.000,- €.
Auch die Alten Meister ließen nichts auf sich kommen und behaupten den höchsten Erlös der Auktion für sich. Die großformatige Darstellung einer fleißigen Näherin von Bernhard Keil, genannt Monsù Bernardo, wechselt für 42.500,- € den Besitzer.

Als krönender Abschluss der zwei Auktionstage wurden rund 190 Positionen von Porträtminiaturen aus deutschen Sammlungen aufgerufen. Die überaus qualitätsvollen Stücke riefen eine wahre Schar an Liebhabern auf den Plan, sodass die Limitpreis Schlag auf Schlag in Sekundenschnelle nach oben kletterten. Das prachtvolle Highlight, eine feine Miniatur des Engländers William Wood mit der Darstellung einer Dame mit elegantem Hut, führte zu einem hartnäckigen Bietergefecht, welches erst bei sagenhaften 15.000,- € beendet wurde.

     

Erlös 28.800 Euro

 

 

Erlös 4.900 Euro

 

 

Erlös 5.500 Euro

 

 

Erlös 5.650 Euro

 

Nachbericht

 

SCHMUCK | VINTAGE & ARMBANDUHREN

(12. Dezember 2015)

 

Schmuckstücke wie gemacht für Marylin Monroe und Frank Sinatra

 

Bei der diesjährigen vorweihnachtlichen Schmuckauktion ließen sich zahlreiche Bieter die Gelegenheit nicht entgehen, wundervolle historische Schmuckstücke und reich mit Diamanten besetzte Kostbarkeiten zu ersteigern.

Besonders überzeugte das funkelnde Meer an Diamanten die Besucher und  wird die eine oder andere Dame - getreu dem Motto „Diamonds are a girls best friend“ - erfreuen.  Ein feines Cocktailarmband mit Brilllanten für 4.900,- € versteigert. Zudem konnte das strahlende und üppig mit Diamanten besetztes Armband im Art-Déco Stil 28.800,- € erlösen.

Unter den historischen Schmuckstücken darf das erlesene Jugendstilcollier mit Diamantbesatz und Naturperle seinen neuen Besitzer für 3.900,- € bezaubern und konnte seinen Limitpreis mehr als verdreifachen. Das an einer zarten Gliederkette befestigte Schauelement ist in feinster Durchbrucharbeit gearbeitet und schließt mit einer herabhängenden Naturperle ab.

Für Uhrensammler hielt die Auktion diesmal eine Reihe an exzellenten Stücken namhafter Hersteller bereit. „Fly me to the Moon“ darf nun der neue Besitzer der  Speedmaster Professional von Omega singen. Die sogenannte „Moonwatch“ geht für 5.650,- € in die Hände des Liebhabers über.

Unter den Vintage-Objekten stach ein seltener Louis Vuitton Überseekoffer vom Ende des 19. Jahrhunderts hervor. Diese wahre Rarität wird wohl nicht mehr unbedingt auf Reisen unterstützen, darf aber seine Reise zum neuen Eigentümer nach England für 5.500,- € antreten.

     

Erlös 31.250 Euro

 

 

 

Erlös 15.000 Euro

 

 

 

Erlös 16.250 Euro

 

Nachbericht

 

MODERNE & ZEITGENÖSSISCHE KUNST

(05. Dezember 2015)

 

Leuchtkraft und Dynamik

 

In der diesjährigen Dezember-Auktion zur Modernen & Zeitgenössischen Kunst standen wahre Meisterwerke im Vordergrund. Wie immer tummelten sich auch einige internationale Telefonbieter um begehrte Lose.

 

Leider mussten die mit Spannung erwarteten bedeutenden Installationen von Rupprecht Geiger, Norbert Kricke und Kuno Gonschior der Sammlung Herta in letzter Minute zurückgezogen werden, da die Stadt Herten ein Antrag auf Denkmalschutz gestellt hat. Gleichwohl ist es zu schätzen, dass die geschichtliche, wissenschaftliche und künstlerische Bedeutung der Objekte bewahrt werden soll und die Erhaltung ein öffentliches Interesse erlangt hat.

 

Dafür konnten auch einige andere wundervolle Werke mit großartigen Zuschlägen auftrumpfen. Der höchste Erlös wurde für die mit Bäumen gesäumte Ansicht des Havelsees bei Berlin von Walter Leistikow mit 31.250,-€ verzeichnet. Das Werk reiht sich in eine Serie von Seeansichten Leistikows ein, bei der jedes Werk mit einer ganz eigenen Atmosphäre besticht.

Für 15.000,-€ darf der Sonnenblumenstrauss in einer Glasvase von Anton Faistauer den neuen Besitzer mit seiner strahlenden Farbigkeit begeistern. Von Marc Chagall, der häufig Szenen aus Romanen, Fabeln oder der Bibel bebilderte, stammt die Farblithographie von David und Bathseba. Dieses ausdrucksstarke Blatt mit einem ineinander verschränkten Doppel-Porträt erzielte einen Erlös von 5.000,- €.

Mit einer Verfünffachung des Limitpreises konnte ein leuchtendes Werk von Heinz Mack die höchste Steigerung des Auktionstages verzeichnen. Für 16.250,- € geht das Werk des ZERO Mitgründers, welches in einer kontrastreichen Komposition aus schwarzer und gelb-orangener Ölkreide gefertigt wurde, in den neuen Besitz über. In diesem Werk wird ganz besonders deutlich wie in Macks Werken Formen eine rhythmische Bedeutung zukommt und Licht als Farbe hervortritt, um eine dynamische Farbstrahlung zu erzeugen.

     

Erlös 37.000 Euro

 

Erlös: 30.000 Euro

 

Erlös: 62.500 Euro

 

Erlös: 56.250 Euro

 

Nachbericht

 

RUSSISCHE KUNST | BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN (6. & 7. November 2015)

 

Himmlische Erlöse

 

Die Auktion zur russischen Kunst und bedeutenden russischen und griechischen Ikonen bot zwei reizvolle Tage mit einem vollen Auktionssaal und gefesseltem Publikum. Auch zahlreiche internationale Bieter aus Russland, Estland, der Ukraine, Griechenland sowie aus Italien, Frankreich und den Niederlanden ließen sich am Telefon sowie im Internet die zusammengetragenen Schätze nicht entgehen. Spannenden Bietgefechten zwischen Internetbietern und dem russischen Publikum im Saal trieb letzteren so sehr den Schweiß auf die Stirn, dass diese an einen Hackerangriff glaubten. Das höllisch gute Angebot ließ den Hammer nicht stillstehen und trug zu einer sagenhaft himmlischen Verkaufsquote von fast 80 % bei.

Der erste Auktionstag war ganz den russischen Künsten gewidmet. Die bedeutende Miniatur mit dem Porträt von Alexander Michailowitsch Golitsin lockte mit seiner feinen Malerei in höchster Qualität und einem moderaten Limitpreis viele Bieter an. Nach einem spannenden Bietergefecht konnte das Konterfei des Diplomaten und Kunstsammlers seinen Limitpreis von 800€ auf 37.000€* Erlös außerordentlich vervielfachen. Auch das Titelbild des Katalogs verführte mit seinen bezaubernden Blütenmotiven, Blattranken sowie Vögelmotiven. So kann der neue Besitzer des bedeutenden achtteiligen Cloisonné-Email-Punchset für 30.000€ darauf anstoßen.

Der ausdauernde zweite Auktionstag mit über 900 bedeutenden Ikonen ging bis in den Abend ebenso spektakulär weiter. Die monumentale Ikone mit dem Jüngsten Gericht mit seinem vielschichtigen und komplexen Bildaufbau präsentiert zahlreiche Heilige und Verdammte, deren bevorstehende Strafen am unteren Rand in kleinen Bildfeldern gezeigt wird. Die an den Bordüren mit aufwendiger Beschriftung versehene Ikone erzielte 56.250€.

Das Ergebnis wurde noch übertroffen von der großformatigen Ikone Allerheiligen. Das auf Ikonen sehr selten zu findende Motiv ist ausgeführt in feiner Malerei und wird den neuen Besitzer mit dem thronenden Christus und seiner Entourage an Heiligen und der reizvollen, kontrastierenden Farbigkeit für 62.500€ Erlös großes Vergnügen bereiten.

     

Erlös 187.500 Euro

 

Erlös 27.000 Euro

 

Erlös 18.500 Euro

 

Erlös 39.000 Euro

 

Erlös 15.000 Euro

 

Nachbericht

 

50 MEISTERWERKE | KUNST & ANTIQUITÄTEN

(17.-19. September 2015)

 

Mit großem Applaus

 

Die auf drei Tage verteilte große und zugleich großartige Auktion zu Kunst und Antiquitäten am vergangenen Wochenende brachte Hargesheimer Kunstauktionen zahlreiche Rekorde ein. Die mit sage und schreibe knapp 2.000 Objekte bestückte Auktion ließ viele Saalbieter zusammenkommen. Diese boten zusammen mit zahlreichen internationalen Telefonbietern hartnäckige Bietergefechte und sorgten für eine einzigartige und spannende Atmosphäre.

Zwei besondere Highlights finden sich unter den Skulpturen. Die Büste des Kardinal Pius X. erhielt einen Erlös von 22.000 € und damit eine sagenhafte Steigerung von mehr als dem siebenfachen Limitpreis. Der antike Torso eines Feldherren aus der römischen Kaiserzeit übertraf die Kardinalsbüste sogar und erlöste 27.000 €.

Unter den Gemälden der Alten Meister vervielfachte eine Darstellungen des Heiligen Hieronymus mit Löwen mit 18.500 € den Limitpreis um mehr als das 20-fache. Das ausdauerndste Bietergefecht wurde um das Gemälde der Heiligen Familie mit Johannesknaben und Heiliger Lucia von Syrakus ausgetragen. Rund 40 Bieter im Saal und an den Telefonen sorgten für staunende Augen im Saal, als unter großem Applaus für 150.000 € zugeschlagen wurde. Das Werk reiht sich damit in die Top drei der Rekorde im Hause Hargesheimer. Der überraschend niedrig angesetzte Limitpreis von 500 € ist einer überaus kurzfristigen Einlieferung geschuldet, die eine detailliertere Analyse leider nicht möglich machte. Trotz den Erwartungen eines sehr hohen Zuschlages wurden diese noch übertroffen.

Die drei ausdauernden Tage der Auktion gipfelten am Samstagabend in die Versteigerung von 50 ausgewählten Meisterwerken und zog mit Objekten aus allen klassischen Bereichen vom 14. bis ins 21. Jahrhundert wiederum größtes Interesse auf sich. Einen gebührenden Auftakt machte die hochbedeutende Skulptur der thronenden Madonna mit dem Christusknaben. Die reizvolle und aus feinem Elfenbein geschnitzte Figur erzielte 15.000 €. Schlag auf Schlag wechselten auch die übrigen meisterhaften Objekte ihre Besitzer. Die mit einer zauberhaften Atmosphäre erfüllte Bachlandschaft Walter Opheys fand für 16.000 € einen neuen Liebhaber und die monumentale bronzene Großskulptur der eng umschlungen ‚Adam und Eva‘ des Kölner Bildhauers Peter Breuer war dem freudigen neuen Besitzer 39.000 € Erlös wert.

     

Erlös 37.500 Euro

 

 

Erlös 5.700 Euro

 

 

Erlös 5.800 Euro

 

 

Nachbericht

 

SCHMUCK | JUWELEN & TASCHENUHREN (30. Mai 2015)

 

Tiefblau wie das Meer

 

Auch diese Auktion macht wieder deutlich, dass dem Schmuck im Hause Hargesheimer ein eigener Katalog zusteht und der Bereich sich zu einem der Spezialgebiete entwickelt hat. Die feine Auswahl an Preziosen war gespickt mit attraktiven Highlights, die mit großer Spannung im Auktionssaal und an den Telefonen erwartet wurden.

Die außergewöhnlichste Position, ein bedeutendes Diamant-Saphir-Collier aus Privatbesitz, erregte unter Experten und Privatkunden internationale Aufmerksamkeit. Die Interessenten überzeugten sich zum großen Teil persönlich von dem natürlichen Korund, der von 124 Brillanten sowie 149 Diamanten im Navetteschliff umgeben war. Die attraktive Farbe und besondere Reinheit der Steine machte klar, dass es sich hierbei um ein wahres Top-Los handelte. Nach einem hitzigen Bietgefecht zwischen Saal- und Telefonbietern konnte das Collier schließlich für 37.500 Euro (inkl. Aufgeld) zugeschlagen werden.

Auch unter den Schmuckstücken aus der Art Déco-Zeit konnten erfolgreiche Zuschläge verzeichnet werden, wobei ein entzückender Perl-Diamant-Anhänger an einer filigranen Perl-Diamant-Kette aus dem Sortiment besonders herausstach. Damals als Meisterstück eines Goldschmiedes gefertigt, war dieses außergewöhnliche Stück dem neuen Besitzer knapp 5.700 Euro (inkl. Aufgeld) wert.

Design-Schmuck aus Finnland ist auf dem deutschen Auktionsmarkt eher eine Seltenheit, was sicherlich dazu beitrug, dass das Interesse an den namhaften Stücken enorm groß war und die Limitpreise um ein Vielfaches überboten wurden. So erzielte beispielsweise der Rauchquarz-Armreif von Kaunis Koru aus dem Jahre 1972 1.900 Euro (inkl. Aufgeld) und das expressive Collier mit facettiertem Rauchquarz Besatz und braunem Brillanten knapp 2.400 Euro.

Aus der Uhrenfabrik Union Glashütte kam eine seltene Gold-Savonnette zum Aufruf, die Liebhaberherzen höher schlagen ließ. Die moderate Limitierung sprach ein breites Publikum an, das den Preis in der Auktion um mehr als das 9-fache steigerte. So fiel der Hammer bei diesem Lot erst bei 4.600 Euro.

Hargesheimer Kunstauktionen ebnet mit diesem erfolgreichen Abschluss der Frühjahrs-Auktionen nun den Weg für eine fulminante Schmuck-Offerte im Herbst, bei der unter anderem ein 8- und ein 12 karätiger Diamantring zum Aufruf kommen werden.

     

Erlös 29.000 Euro

 

Erlös 51.000 Euro

 

Erlös 25.000 Euro

 

Erlös 102.000 Euro

 

Erlös 20.000 Euro

 

Erlös 62.500 Euro

 

 

Nachbericht

 

BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN | RUSSISCHE KUNST (18. April 2015)

 

Prophezeiungen werden wahr

 

Quantitativ als auch qualitativ konnte die Spezialauktion BEDEUTENDE RUSSISCHE & GRIECHISCHE IKONEN & RUSSISCHE KUNST in Düsseldorf wie vorher prophezeit nicht nur mit Masse, sondern vor allem mit Klasse aufwarten.

Als schon relativ zu Beginn der Auktion leichte Aufregung in der Luft zu spüren war, der Saal sich mit weiteren Bietern füllte und zusätzliche Telefonisten zu den Hörern griffen, war klar, dass nun ein echtes Highlight folgen würde. Zum Aufruf kam ein außergewöhnlich bedeutendes ‚Triptychon mit Deesis‘ aus Russland, das im 18. Jahrhundert in Jaroslawl entstanden ist. Die knapp 14 x 37 cm kleine Arbeit in Eitempera auf Holz zeichnete sich durch eine überragende malerische Qualität in sehr gutem Erhaltungszustand aus. Wie der originale, mit ‚No. 327B‘ ausgewiesene Inventaraufkleber der Eremitage in St. Petersburg auf der Rückseite dokumentiert, war die meisterliche Malerei einst Bestandteil der Kunstsammlung des Zaren. Mit einer moderaten Limitierung angesetzt lockte diese einzigartige Ikone nicht nur die üblichen Verdächtigen auf den Plan, sondern vor allem bedeutende Kunsthändler aus St. Petersburg und Moskau, die mit reichen Bietaufträgen russischer Oligarchen ausgestattet waren. Schließlich fiel der Hammer nach einem heißen Gefecht zwischen Saal- und Telefonbietern bei 41.000 Euro. Schlussendlich siegte ein russischer Sammler in Europa, dessen bedeutende Kollektion nun dieses ausgesprochen seltene Stück bereichert.

‚Der große Einzug‘ ist ein äußerst symbolträchtiger Moment in der ‚Himmlischen Liturgie‘ der Ostkirche, aber dennoch findet man ihn selten auf Ikonen thematisiert. Ein frühes Beispiel einer Realisierung zeigt die große, hochbedeutende Ikone aus dem beginnenden 17. Jahrhundert, die auf Kreta in feiner Malerei entstanden ist. Die gute Erhaltung und die interessante Provenienz – die Ikone war 2010 besonderes Stück einer Ausstellung im Moskauer Rublev Museum – steigerten die Arbeit auf einen Erlös von 102.000 Euro. Dieses Mal kam eine bedeutende griechische Sammlung zum Zug.

 

Nach wie vor zählen Ikonen mit emaillierten Vermeilokladen aus der Zeit um 1900 zu den besonderen Lieblingsstücken der russischen Oligarchie, die sich mit großem Einsatz während der Auktion engagierte. Von dieser Ikonenart konnte Hargesheimer gleich mit drei seltenen Exemplaren aufwarten. Ein dornengekrönter Christus verbesserte sich auf einen Erlös von 20.000 Euro (Schätzpreis 3.500 Euro), ein in realistischer Manier ausgeführter Panteleimon mit klassischem Emailoklad erlöste 25.000 Euro (Schätzpreis 2.000 Euro) und eine bedeutende Ikone mit ausgefallen schönem Cloisonné-Email-Oklad in floraler Gestaltung erlöste mit 29.000 Euro nahezu das zehnfache seiner Schätzung (Schätzpreis 3.000 Euro). Das kräftig getriebene und vergoldete Silberoklad ist auf der Bordüre und in den Ecken mit feinen, fast plastischen Blüten besetzt und verbirgt darunter eine reizvolle und sehr feine Darstellung der heiligen Märtyrerin Anfisa und des Schutzengels, in deren Mitte Christus Emmanuel in einer Aureole erscheint.

 

Ein osteuropäisches Museum wird zukünftig der seltene und bedeutende Satz von sechs Ikonen aus einer nordrussischen Ikonostase aus dem 18. Jahrhundert beherbergen. Nach kompetenter Beratung russischer Restauratoren, die vor Ort alle Einzelikonen ausführlich inspiziert hatten, bewilligte das auf Ikonen spezialisierte Museum 62.500 Euro für die sechs robusten gebauten Propheten mit proportional etwas zu klein geratenen Köpfen, die ihre Prophezeiungen in fast schon manierierter Weise auf plakativen Schriftrollen dem Betrachter präsentieren (Schätzpreis 50.000 Euro).

     

Erlös 47.000 Euro

 

Erlös 30.000 Euro

 

Erlös 49.000 Euro

 

 Erlös 55.000 Euro 

 

 

 

 

Nachbericht

MITTELALTERLICHE MINIATUREN & BUCHMALEREI. EINE PRIVATSAMMLUNG (21.03.2015)

 

Und es gibt sie noch, die seltenen Schätze, die auf dem Dachboden schlummern und erst von den Erben nach Jahrzehnten wiederentdeckt werden. So auch im Fall der außergewöhnlichen Sammlung an Buchmalereien und mittelalterlichen Miniaturen, die am 21.03. bei Hargesheimer Kunstauktionen in Düsseldorf zum Aufruf kam. Die hervorragend erhaltenen Blätter aus dem 10. bis 16. Jahrhundert wurden von unseren Experten im Vorhinein sorgsam mit Hilfe von internationaler Expertise und wissenschaftlicher Unterstützung erforscht, sodass ein Katalog entstehen konnte, der die Einzigartigkeit der Arbeiten wiederspiegelt. Am Ende übertrafen das internationale Interesse von renommierten Institutionen und Museen, die lebhafte Bietbeteiligung und die exzellenten Zuschläge alle Erwartungen. Es verwundert nicht, dass keine Position dieser Sammlung unverkauft blieb und die Ansatzpreise sich um ein Vielfaches steigerten.

Auf sehr großes Interesse stieß das italienische Bibelfragment aus dem späten 14. Jahrhundert, das in beeindruckend feiner Malerei die Erschaffung der Welt, den Engelsturz und den Sündenfall umgeben von lateinischem Text darstellt. Die Seite zeigt auffällige Gemeinsamkeiten mit dem Visconti-Stundenbuch, einem der Hauptwerke der italienischen Malerei des späten 14. Jh. bzw. frühen 15. Jh., und konnte somit in den Umkreis des Meisters des Modena-Stundenbuches gesetzt werden. Der Hammer fiel hier erst bei erstaunlichen 39.000 Euro (Limit 1.000 Euro).

Bei 47.000 Euro, dem achtfachen des Ansatzpreises, wurde die Te-igitur Initiale mit Moses und der Ehernen Schlange, die vermutlich in einer Kölner Werkstatt um 1500 entstanden ist, zugeschlagen. Das Fragment aus einem Messbuch besticht mit seiner Farbfrische und seinem hervorragenden Erhaltungszustand, wodurch die hochwertige Malerei nahezu wie zur Zeit ihrer Entstehung bewundert werden kann. Die von einer prächtig ausgeformten A-Initiale umgebene ‚Verkündigung‘ mit einer höchst anmutigen Maria und dem Engel Gabriel, die vermutlich aus dem gleichen Messbuch stammt und ebenso gut erhalten ist, kletterte auf einen verdienten Erlös von knapp 19.000 Euro (Limit 4.000 Euro).

Aufgeregt wurde auch die Versteigerung des sehr prachtvollen und aufwändig geschmückten Stundenbuches eines Französischen Meisters des 15. Jh. erwartet. Das kostbare Andachtsbuch ‚Officium Beatae Mariae Virginis‘ ist gespickt mit feinen Monatsdarstellungen in bestechender Akribie und wechselte für 30.000 Euro den Besitzer (Limit 6.000 Euro).

Ein spannendes Finale gab es beim letzten Los der Auktion, dem geheimnisvollen ‚Bildnis eines jungen Mannes‘ von einem Italienischen Meister des 16. Jahrhunderts, dessen Deutung nach eingängiger Recherche nicht vollends geklärt werden konnte. Nach einem hitzigen Bietgefecht fiel der Hammer schlussendlich bei einem Erlös von 55.000 Euro (Limit 2.000 Euro).

     

Erlös 11.300 Euro

 

Erlös 53.000 Euro

 

Erlös 9.500 Euro

 

 

Nachbericht<