Beschreibung
GROSSE MONDSICHELMADONNA Süddeutschland, wohl Schwaben, um 1460-1480 Lindenholz, plastisch geschnitzt, polychrom gefasst und vergoldet, rückseitig geflacht und gehöhlt. H. 126, B. 42, T. 27 cm. Große, bedeutende spätgotische Darstellung der Madonna mit dem Christuskind auf der Mondsichel, ein ikonographischer Typus, der auf die Offenbarung des Johannes (''die Frau mit der Sonne bekleidet und dem Mond unter ihren Füßen'') zurückgeht. Maria erscheint als Himmelskönigin mit dem Christuskind auf dem Arm, über der Mondsichel stehend und von einer feierlichen, zugleich innigen Ausstrahlung geprägt. Die weich fließenden vergoldeten Gewandfalten, die schlanke Figurenauffassung sowie die ausgewogene Komposition entsprechen der schwäbischen Schnitzkunst der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die qualitätvolle Ausarbeitung und die monumentale Größe verleihen der Figur eine eindrucksvolle Präsenz. Best. und besch., Verso min. Anobienbefall, Spannungsriss, Sichel besch., Fassung teilweise überarbeitet, kleinere Fehlstellen. Provenienz: Auktionshaus Weinmüller, München, Auktion 86, Los 1367, 1978; Auktionshaus Hofmann, Frankfurt, 1979.
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Losnummer 4
Kategorie – Technik Skulpturen

Los 4:GROSSE MONDSICHELMADONNA

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