Beschreibung
Die Schlachtenmalerei zählt zu den erhabensten und spektakulärsten Genres der europäischen Barockkunst. Ursprünglich als Mittel zur Verherrlichung der Macht entstanden – Könige, Anführer und Adelsfamilien gaben Schlachtszenen in Auftrag, um militärische Heldentaten zu glorifizieren –, entwickelte sie sich im Laufe des 17. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Genre, das aufgrund seiner visuellen Dynamik und kompositorischen Virtuosität bei Sammlern sehr begehrt war. In Italien verliefen die Entwicklungen in zwei Hauptrichtungen. Die erste war Jacques Courtois, genannt Burgundian (1621–1676), ein französischer Maler, der in Rom wirkte und als Begründer des Genres in Italien gilt: Seine dynamischen, rauchigen Reiterschlachten mit ihren hügeligen Kulissen und dem sanften Licht am Horizont wurden zum Vorbild für Generationen von Nachfolgern. Die zweite Richtung bildete die neapolitanische Schule mit Aniello Falcone – von seinen Zeitgenossen „Orakel der Schlachten“ genannt – und der Graziani-Dynastie, professionellen Schlachtenmalern, die zwischen der zweiten Hälfte des 17. und dem frühen 18. Jahrhundert aktiv waren. Dieses Gemälde fügt sich perfekt in diese Tradition ein. Die Komposition ist klassisch gestaltet: Im linken Vordergrund zieht ein gefallenes weißes Pferd mit seiner dramatischen Leuchtkraft den Blick auf sich – ein typisch rhetorisches Element des Genres, das die verlorene Schlacht symbolisiert. Rechts in der Mitte dominiert das sich aufbäumende, rosagraue Pferd im vollen Galopp, ausgeführt mit sicherer und lebendiger Pinselführung. Im Hintergrund entfaltet sich das Kavalleriegefecht in einem Wirbelwind aus Lanzen, Helmen und Standarten, eingehüllt in einen rauchigen, hügeligen Himmel, der an einen nordischen Kriegsschauplatz erinnert. Die Farbpalette ist typisch für italienische Schlachtenmaler des 17. und frühen 18. Jahrhunderts: Brauntöne, Ocker und erdige Grautöne dominieren, wobei die hellen Hauttöne der Pferde im Vordergrund einen leuchtenden Kontrast bilden. Die Pinselstriche sind schnell, gestisch und funktional, um Bewegung darzustellen – nicht die Hand eines bedeutenden Malers, sondern die eines hochqualifizierten Werkstattmalers, der tief in der Tradition des Genres verwurzelt ist. Stilistisch, farblich und kompositorisch lässt sich das Werk der neapolitanischen Schule des 17. Jahrhunderts zuordnen und weist deutliche Verbindungen zu den Schülern Aniello Falcones und dem Umkreis der Familie Graziani auf – einer Dynastie neapolitanischer Schlachtenmaler, deren Werke regelmäßig in bedeutenden italienischen Auktionshäusern (Cambi, Wannenes, Blindarte) angeboten werden. Schlachtenbilder der neapolitanischen Schule oder des Borgognone-Kreises, von mittlerem Format und in gutem Zustand, tauchen regelmäßig auf Antiquitätenauktionen auf; die Schätzpreise liegen je nach Zustand und Zuschreibung zwischen 2.000 € und 15.000 €. Ein bereits doubliertes und auf einen neuen Keilrahmen gespanntes Werk, das lediglich noch der bildlichen Fertigstellung bedarf, bietet Sammlern, die zu günstigen Konditionen in den Antiquitätenmarkt einsteigen möchten, eine hervorragende Gelegenheit mit erheblichem Wertsteigerungspotenzial nach der Restaurierung. Das Werk wurde bereits professionell konserviert, was einen spürbaren Mehrwert für den Sammler darstellt: Doublierung abgeschlossen: Die Originalleinwand wurde mit einer neuen Trägerleinwand verstärkt – ein entscheidender Eingriff, der den Träger stabilisierte und weiteren Farbverlust verhinderte. Keilrahmen erneuert: Der alte Keilrahmen wurde durch einen neuen, hochwertigen ersetzt, der die dauerhafte Spannung der Leinwand gewährleistet. Zwei Restaurierungsphasen stehen noch aus: Tiefenreinigung: Die bemalte Oberfläche weist noch oxidierten Firnis und Ablagerungen auf, die die Farben trüben. Eine professionelle Reinigung wird die ursprüngliche Leuchtkraft der Farben wiederherstellen und möglicherweise verborgene Details zum Vorschein bringen. Restaurierung des Gemäldes: Vorhandene Lücken müssen retuschiert werden, um die visuelle Kontinuität des Werkes zu gewährleisten. Ein bereits statisch gesichertes Werk gilt als halb restauriert: Der verbleibende Aufwand für die Konservierung ist im Vergleich zum Wert, den das Werk nach der vollständigen Restaurierung erlangen wird, begrenzt. Beim Kauf des Werkes wird ein kostenloses Archivierungszertifikat der MAG Archives Association ausgestellt – ein wichtiges Element, um die Geschichte des Werkes nachzuvollziehen und seinen Wert langfristig zu sichern.
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Kategorie – Technik Malerei

Battaglia

Unbekannter Maler
Italienische Schule, Umkreis der "Battaglisti" — wahrscheinlich neapolitanische Schule oder Nachfolger von Borgognone
Italien
Battaglia, 17. Jahrhundert
Öl auf Leinwand
Höhe 59 cm, Länge 94 cm.
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