Beschreibung
Der Titel „Mutterschaft“ erfasst den emotionalen Kern des Werkes, doch die Ikonografie ist präziser – und auf dem Markt wertvoller: Es handelt sich um eine Geburt Christi mit Anbetung des Kindes, eines der meistaufgenommenen und -gesammelten sakralen Sujets des gesamten italienischen Barock. Die korrekte Erkennung der Szene stärkt die Positionierung des Werkes im Katalog und erleichtert den Vergleich mit ähnlichen Stücken auf Auktionen Alter Meister. Der Kompositionsschlüssel ist luministisch: Das Licht kommt nicht von einer äußeren Quelle, sondern strahlt, ganz in der Tradition Correggios, vom Körper des Kindes aus. Mit seiner Anbetung der Hirten („Die Nacht“, 1530, Gemäldegalerie Dresden) hatte Correggio diesen Kanon – das Kind als göttliches Licht, das die Gesichter der Anbeter erhellt – für immer etabliert, und im gesamten 17. und 18. Jahrhundert hallte dieses Bild in ganz Italien wider, von Nord nach Süd. Dieses Gemälde weist stilistische Merkmale auf, die der lombardischen oder emilianischen Schule des 17. Jahrhunderts zuzuordnen sind, möglicherweise mit venezianischen Einflüssen: Die Madonna besticht durch einen weichen Pinselstrich und eine Zartheit in der Darstellung ihres Gesichts, die an die große lombardische Tradition nach Friedrich dem Großen erinnert, gefiltert durch Cerano und Morazzone. Der blaue Mantel und das rosa Gewand, mit fließenden Lasuren aufgetragen, sowie die Art und Weise, wie das Licht die Falten des Gewandes formt, deuten auf eine Ausbildung im Bereich der hochwertigen lombardischen oder emilianischen Andachtsmalerei hin. Der heilige Josef in Ockergold ist eine imposante Gestalt, dargestellt mit einem lockeren und voluminöseren Pinselstrich – beinahe in Anlehnung an die große venezianische Tradition vergoldeter Draperien von Tizian bis zu den Bassanos. Das Kind, leuchtend in der Komposition, ist mit einer sinnlichen Sanftheit gemalt, die typisch für die barocke Sensibilität der Po-Ebene ist. Die im Hintergrund dargestellten Engel und Cherubim, deren Bildausschnitt teilweise durch Lücken verdeckt ist, zeugen dennoch von einer anmutigen und gelungenen Komposition. Die Präsenz des Esels – sowohl idyllisch als auch erzählerisch – erinnert an die venezianische Tradition der Familie Bassano, die sich in der Darstellung von Tieren in sakralen Szenen auszeichnete. Insgesamt handelt es sich um ein raffiniertes Werkstattwerk, das sich nahtlos in die für das 17. und frühe 18. Jahrhundert typische Andachtsmalerei für Auftraggeber der mittleren bis gehobenen Gesellschaftsschicht einfügt und dessen Ausführungsqualität über dem Durchschnitt der Serienproduktion jener Zeit liegt. Geburtsdarstellungen der lombardischen oder emilianischen Schule des 17. Jahrhunderts, mittelgroß und bereits strukturell gefestigt, sind ein ständiges Thema auf Auktionen italienischer Gemälde Alter Meister – Finarte, Cambi, Wannenes, Blindarte –, wobei die Schätzpreise je nach Erhaltungszustand und Lesbarkeit stark variieren. Ein Werk wie dieses, neu doubliert und auf einen neuen Keilrahmen gespannt, das nur noch der bildlichen Restaurierung bedarf, bietet einen privilegierten Einstieg in die Welt des Antiquitätensammelns: Es wird zu Preisen vor der Restaurierung erworben, und der Käufer besitzt ein Objekt, dessen Wert mit Abschluss der Restaurierungsarbeiten sofort steigt. Ein sakrales Sujet dieser Kompositionsqualität gehört zu jener Gruppe von Werken, die sowohl in privaten Sammlungen als auch in institutionellen Kontexten – Pfarreien, Stiftungen, historischen Häusern – ein Zuhause finden und so den potenziellen Käuferkreis erheblich erweitern. Das Werk wurde bereits grundlegend strukturell konserviert: Doublierung abgeschlossen: Die Originalleinwand wurde gefestigt und mit einer neuen Doublierung verstärkt – ein entscheidender Schritt, der die Integrität des Gemäldes sicherte und den Bildträger stabilisierte, um weitere Schäden zu verhindern. Neuer professioneller Keilrahmen: Der Holzrahmen wurde vollständig durch einen neuen, abgelagerten Keilrahmen ersetzt, der die richtige Spannung über die Zeit gewährleistet. Die noch zu restaurierenden Bereiche sind sichtbar und dokumentiert: Deutliche Bildlücken im oberen Mittelteil (Bereich der Cherubim und des Heiligenscheins) sowie an Teilen des Mantels des Heiligen Josef – derzeit der am stärksten beeinträchtigte Bereich. Gründliche Reinigung erforderlich: Oxidierter Firnis und Oberflächenablagerungen verdecken die gesamte Farbfläche. Es ist zu erwarten, dass eine professionelle Reinigung eine deutlich hellere und besser lesbare Originalpalette freilegt. Oftmals gewinnt das Blau des Mantels der Jungfrau Maria, das nun dunkler geworden ist, bei diesen Gemälden bemerkenswerte Tiefe und Farbkraft zurück. Gemälderestaurierung: Nach der Reinigung der Oberfläche können die vorhandenen Lücken mit reversiblen Konservierungstechniken geschlossen werden, wodurch die visuelle Kontinuität des Werkes wiederhergestellt wird. Das Werk ist strukturell intakt. Die Kosten der verbleibenden Restaurierung sind gering im Vergleich zu dem Wert, den das Werk nach der vollständigen Restaurierung haben wird. Beim Kauf dieses Werkes erhalten Sie ein kostenloses Archivierungszertifikat der MAG Archives Association – ein wichtiges Instrument für seinen Schutz und seine Wertsteigerung im Laufe der Zeit.
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Kategorie – Technik Malerei

Maternità

Unbekannter Maler
Italienische Schule, lombardisch-emilianischer oder venezianischer Raum der Barockzeit
Italien
Maternità, 18. Jahrhundert
Öl auf Leinwand
Höhe 57,6 cm, Länge 80 cm.
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