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2548SELTENE WACKELPAGODE MIT UHR UND SPIELWERK Auction: 70

Artist:
JOHANN JOACHIM KAENDLER
 
Deutsch, Meissen, 1824-50 (Entwurf um 1730)
Title:
SELTENE WACKELPAGODE MIT UHR UND SPIELWERK
Technique:
Porzellan, polychrome Malerei, Goldstaffage, wohl Mahagoni
Dimension:
H. 18 cm (Wackelpagode) bzw. 50,5 cm (Gesamth

Reserve price:
4.000,00 EUR


Hammer price:
4.500,00 EUR






JOHANN JOACHIM KAENDLER 1706 Fischbach/Arnsdorf - 1775 Meissen SELTENE WACKELPAGODE MIT UHR UND SPIELWERK Deutsch, Meissen, 1824-50 (Entwurf um 1730) Porzellan, polychrome Malerei, Goldstaffage, wohl Mahagoni. H. 18 cm (Wackelpagode) bzw. 50,5 cm (Gesamthöhe). Unterglasurblaue Schwertermarke, Modellnr. '157'. 1. Wahl. Pagode min. ber., ein Ärmel min. rest. Uhrenkorpus mit altersbedingten Spannungsrissen, Uhrenschlüssel und Pendel vorhanden, Uhrwerk ungeprüft. Literatur: Zur Wackelpagode siehe Pietsch, Ulrich (Hg.): Triumph der blauen Schwerter, Meissener Porzellan für Adel und Bürgertum 1710-1815, Dresden 2010, S. 142. Über einem mehrstufigem polygonalem Podest rechteckiger, nach hinten abgekanteter Korpus auf acht Kugelfüßen. Rundes Ziffernblatt mit römischen Zahlen, flankiert von aufgesetzten Paneelen mit chinesischen Schriftzeichen. Oberer Abschluss mit sieben liegenden, runden Stäben, darüber flaches Podest mit Figur einer weiblichen Pagode. Zunge, Kopf und Hände beweglich eingehängt. Bekleidet mit goldverzierten Spitzenkragen, weißes Gewand mit indianischen Blütenzweigen in feinster Malerei, roséfarbenes Innenfutter, weiße Strümpfe mit feiner Stickerei, dunkelroten Schuhe mit gelbem Absatz. Die 'Pagode' ist eigentlich ein buddhistischer Tempel. Auf der Suche nach einer griffigen Bezeichnung für die von Johann Joachim Kaendler Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffenen Buddha-Figuren entschloss sich die Manufaktur kurzerhand für die Bezeichnung der markanten Sakralbauten. In den fernöstlichen Gebäuden wurden ursprünglich Überreste erleuchteter buddhistischer Mönche aufbewahrt und in deren Innern oder vor deren Eingang standen die glückselig lächelnden Buddha-Skulpturen. Das Besondere der Meissener Wackelpagoden sind die über eine Metallvorrichtung beweglichen Elemente, die bei leichtem Anstoß zu einem ausdauernden Wackeln gebracht werden. Die Figuren besitzen einen besonderen humoristischen Charme und stehen durchaus im Kontrast zu den meisterlichen christlichen Heiligenfiguren Kaendlers, jedoch in ihrer Kunstfertigkeit keineswegs hinter diesen zurück.

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