Auktion 100-II /
 Los 466
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Künstler: HENRY VAN DE VELDE
Künstlerdaten: 1863 Antwerpen - 1957 Zürich
Titel: SELTENES UND BEDEUTENDES KAFFEESERVICE 'PEITSCHENHIEB'
Entstehung: Deutsch, Meissen, um 1905
Technik: Weißporzellan, glasiert, Goldstaffage
Maße: H. bis 19,5 cm (Kaffeekanne), D. bis 19,3 cm (Unte
Limitpreis: 6.000 €
Zuschlag: 57.000 €

Beschreibung:

HENRY VAN DE VELDE 1863 Antwerpen – 1957 Zürich SELTENES UND BEDEUTENDES KAFFEESERVICE ‚PEITSCHENHIEB‘ Deutsch, Meissen, um 1905 Weißporzellan, glasiert, Goldstaffage. H. bis 19,5 cm (Kaffeekanne), D. bis 19,3 cm (Untertasse). Unterglasurblaue Knaufschwerter, eingepresstes Künstlersignet, Prägenummer und -zeichen. 1 Kaffeekanne, 1 Milchkännchen, 1 Zuckerdose, 6 Kaffeetassen mit Untertassen. 1. Wahl. Ausguss der Kaffeekanne und Zuckerdose rest., Gold sehr min. ber. und oxidiert. “Ich habe dieser Arbeit meine ganze Hingebung als Künstler gewidmet …“ Aus Henry van de Veldes Brief Das von Henry van de Velde entworfene Service – heutzutage weit unter dem Namen ‚Peitschenhieb‘ bekannt – gilt für die Jugendstil-Epoche zweifelsohne als ikonisch. Seine Entstehung markiert in der Geschichte der Meissener Porzellanmanufaktur einen Wunsch nach dem Abbruch mit der alten Formensprache und den rasanten Einstieg in die Moderne. Nachdem Meissener Erzeugnisse auf der Pariser Weltausstellung 1900 für ihre stilistische Rückständigkeit in die harte Kritik geraten sind, wurde die Entscheidung getroffen, sich an die führenden zeitgenössischen Künstler zu wenden, die den neuen Geist ins sich bisher auf die namhafte Tradition stützenden Unternehmen bringen könnten. Neben Richard Riemerschmid wurde auch 40-jähriger Henry van de Velde beauftragt – der zu dieser Zeit durch seine architektonische, grafische und kunstgewerbliche Werke das gesellschaftliche Ansehen und den internationalen Ruhm erhielt, für die Meissener Manufaktur ein neues, dem modernen Zeitgeist entsprechendes Service mit insgesamt 42 Teilen zu kreieren. Aus diesem Beschluss entstand eine in vielen Ansichten kontroverse und spannende Zusammenarbeit zwischen dem jungen und ambitionierten Künstler und dem traditionalistischen Betrieb, die durch eine Synthese der über Jahrhunderte perfektionierten Qualität und der modernen zeitgemäßen Gestaltung kennzeichnend war. Knapp zwei Jahre dauerte die Arbeit am neuen Service. Durch viele Versuche, Vorentwürfe und Proben wurde letztendlich das Modell gefunden, das van de Veldes Auffassung der neuen Kunst vollkommen verkörperte. Gewissermaßen ging der ‚Peitschenhieb‘ der Zeit weit voraus. Die Kritiker sowie das breite Publikum haben das moderne Design fast einstimmig abgelehnt. Nur wenige Kunstliebhaber, vornehmlich aus dem Freundeskreis des Künstlers, waren für die neue Ästhetik empfänglich und feierten dementsprechend das Service als künstlerischen Erfolg. Trotz der scharfen Kritik gehörte ‚Peitschenhieb‘ bereits in der Zeit seiner Schaffung zu den exquisiten Luxuswaren. Das ganze Service für zwölf Personen in Gold, inklusive Speise- und Kaffeeteile, war für die stolze Summe von 1074 Mark zu erwerben. Zum Vergleich lag der durchschnittliche Monatslohn lediglich in der Höhe von 76 Mark. Heutzutage, wenn van de Veldes Genius als unbestreitbar gilt, ist ‚Peitschenhieb‘ ein begehrtes Stück nicht nur für Jugendstil-Sammler, sondern auch für alle, die den modernen Esprit wertschätzen. Ein vollständiges Service, wie das hier dargestellte Kaffee-Set, das aus ehemals adeligem Besitz kommt, ist eine äußerste Seltenheit. Provenienz: Privatsammlung Straka von Hohenwald; seither Familienbesitz Hessen.

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