Auktion 78 /
 Los 5015
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Los 5015
Künstler: JOHANN HEINRICH ROOS
Künstlerdaten: 1631 Otterberg - 1685 Frankfurt/Main
Titel: ANTIKE RUINENLANDSCHAFT MIT HIRTEN UND VIEH AN EINEM BRUNNEN
Entstehung: 1631 Otterberg - 1685 Frankfurt/Main
Technik: Öl auf Leinwand (doubl.)
Maße: 80 cm x 109 cm
Limitpreis: 9.500 €
Zuschlag: 9.500 €

Beschreibung:

JOHANN HEINRICH ROOS 1631 Otterberg – 1685 Frankfurt/Main ANTIKE RUINENLANDSCHAFT MIT HIRTEN UND VIEH AN EINEM BRUNNEN Öl auf Leinwand (doubl.). 80 cm x 109 cm. Signiert unten links: ‚J. Roos‘. Rahmen. Provenienz: Rheinische Privatsammlung. Johann Heinrich Roos zählt zu den bedeutendsten deutschen Tier- und Landschaftsmalern des 17. Jahrhunderts. Er wurde 1631 als ältester Sohn eines “Tünchers“- Malers und Anstreichers in Otterberg in der Pfalz geboren. 1647 reiste Roos nach Amsterdam, wo er Schüler des Historienmalers Guilliam Dujardin, dann des Landschaftsmalers Cornelis de Bie und schließlich des Tier- und Portraitmalers Barent Graat wurde. Im Bereich der Landschafts- und Tiermalerei folgte der pfälzische Maler den italisierenden Neuerungen des Landschaftsgemäldes nach Nicolaes Berchem oder Karel Dujardin. 1651/52 verließ er Amsterdam. Man möchte vermuten, dass Johann Roos in diesem Zeitraum auch eine Italienreise unternommen haben könnte, da in seiner Landschaftsmalerei häufig das Thema römischer Ruinen auftritt. Das früheste datierte Landschaftsgemälde ist um 1655 entstanden. Ende der 1650er Jahre erledigt Roos einige Portraitarbeiten in Heidelberg, wo er 1664 vom Kurfürsten von der Pfalz zum Hofmaler ernannt wurde, bevor er sich endgültig 1667 in Frankfurt am Main niederließ. Das Oeuvre des Malers umfasst mehrere hunderte Ölgemälde und Graphiken, von denen landschaftliche Hirtenidyllen einen Großteil ausmachen. In Rooschen Werken spricht die Lichtbehandlung, die Körperlichkeit und Räumlichkeit schafft, für sein Bemühen um eine “plein-air- Malerei“. Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges war die vom Krieg erschütterte Bevölkerung von einer Friedenssehnsucht erfüllt. Maler und Dichter des 17. und 18. Jh. huldigten der “goldenen Vergangenheit“ und einem idyllischen Leben, das frei von gesellschaftlichen Zwängen ist und ganz im Einklang mit der Natur steht. Der polarisierende Gegensatz zwischen dem höfischen und dem ländlichen Leben suchte seinen Ausweg in einer idealisierten Vorstellung eines beschaulichen, sorglosen und zeitlosen Lebens eines Hirten. Auch Ruinen, die häufig Teil seiner Landschaftsbilder sind, verkörpern eine sentimentale Reminiszenz der Vergangenheit. In der Landschaftsmalerei von Johann Roos sind gesellschaftskritische Züge erkennbar, indem er die Figuren hinter die Tierdarstellungen zurücktreten lässt und sie als Sinnbilder für gesellschaftliches Leben nutzt. Die Entsagung des höfischen Luxus wird in seinen Werken nicht nur durch seine Abwesenheit deutlich, sondern auch in der Abbildung eher magerer Tiere. Sinnbildlich für das stoizistische Lebensideal sollen auch die ruhenden Stellungen der Tiere stehen. Literatur: Jarchow, Margarete: Roos- Eine deutsche Künstlerfamilie des 17. Jh. Verzeichnis sämtlicher Zeichnungen und Radierungen von Johann Heinrich, theodor, philipp Peter, Johann Melchior, Franz und Peter Roos im Besitz des Berliner Kupferstichkabinetts, Berlin 1986, S. 18- 27.

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